Zum Inhalt wechseln

GdP-Kreisgruppe Borken fordert Spuckschutzhauben

Spuckattacken gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte nehmen zu

Borken.

Eine typische Samstagnachtschicht in einer Stadt im Kreis Borken: Ein betrunkener junger Mann randaliert vor einer Gaststätte. Er schlägt auf Passanten ein und beschädigt Autos. Ein Streifenwagen trifft ein. Die Polizisten wollen den aggressiven Mann zwecks Ausnüchterung zur Polizeiwache bringen. Währen der Fahrt im Streifenwagen und im Polizeigewahrsam werden die Polizisten trotz Handfesseln von dem wild um sich spuckenden Mann getroffen.

Immer häufiger berichten unsere Kolleginnen und Kollegen von solchen Attacken. Das ist nicht nur widerlich, sondern birgt auch eine Infektionsgefahr für gefährliche Krankheiten. Um solche Attacken zu verhindern und ihre Polizeibeamtinnen und Beamten zu schützen, verwenden die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Bayern, Hamburg und Bremen sowie bundesweit die Bundespolizei sogenannte Spuckschutzhauben. Sie gehört dort mittlerweile zur Ausstattung der Funkstreifenwagen. Offiziell heißt diese Haube „Pol-I-Veil weiß“. Diese Haube, die aus dünner weißer Baumwolle besteht und im Gesichtsbereich nahezu durchsichtig ist, wird dem Delinquent im Bedarfsfall über den Kopf gestreift und mit Klett im Nacken fixiert. Auch die Polizeibehörden in den benachbarten Niederlanden testen Spuckschutzhauben und werden diese einführen.

In Nordrhein-Westfalen und somit auch bei uns dürfen diese kostengünstigen und bewährten Spuckschutzhauben nicht benutzt werden. Selbst einen Test dieser Spuckschutzhauben lehnte das Innenministerium bisher ab. Hier verweist das Ministerium auf die Verwendung der Hygiene- /Feinstaubmasken FFP2, die auf den Streifenwagen vorhanden sind. Die Handhabung dieser Hygienemasken mit Gummibändern ist für die Kolleginnen und Kollegen jedoch umständlich und nicht ganz ungefährlich; die Gefahr ist groß, in die Hand gebissen zu werden. Denn die Erfahrung der Kolleginnen und Kollegen ist; wer spuckt, der beißt auch zu. Zudem kann die Maske z. B. bei der Fahrt im Streifenwagen leicht abgestreift werden, wodurch kein Spuckschutz mehr gegeben ist. Die derzeit vorhandene Hygienemaske hat sich bei uns in der Praxis vielfach als ungeeignet erwiesen und bietet keinen ausreichenden Schutz vor Spuckattacken.

Die GdP-Kreisgruppe Borken fordert daher die Ausstattung der Funkstreifenwagen mit Spuckschutzhauben. Entsprechende Beschlüsse wurden auch auf dem GdP-Landesdelegiertentag Ende April 2018 und der GdP-Bundesfrauenkonferenz im März 2018 gefasst. Erste Gespräche mit unserer Behördenleitung wurden hierzu geführt. Wir halten Euch über den weiteren Fortgang auf dem Laufenden.

This link is for the Robots and should not be seen. This link is for the Robots and should not be seen. This link is for the Robots and should not be seen. This link is for the Robots and should not be seen. This link is for the Robots and should not be seen.
Unsere Wirtschaftsunternehmen