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Lea

Wer war je an einem „ersten Tag“ nicht aufgeregt?

An meinem ersten Tag an der Fachhochschule der Polizei war ich es. Ich war früh aufgestanden und machte mir auf dem Weg zur Fachhochschule die ganze Zeit Gedanken über die kommenden Tage und all die Menschen, die ich kennen lernen würde.

Alles was ich bisher wusste, waren eine Hausnummer, eine Raumnummer und die Uhrzeit, zu der ich da sein sollte. Als ich mit vielen anderen vor dem Raum wartete, sah ich auf einmal ein bekanntes Gesicht. Wir waren uns schon beim Auswahlverfahren begegnet und so kannten wir uns schon ein wenig. Also sprach ich sie an und wir waren zu zweit aufgeregt.

Zusammen erlebten wir aufmunternde und motivierende Worte bei der Ernennung und gingen elektrisiert aus der Sporthalle. Wir wollten sofort anfangen und alles lernen, was uns helfen würde eben diese Polizisten zu werden, von denen in den Reden gesprochen wurde.

Schließlich wurden wir in Kurse aufgeteilt. Leider waren mein „bekanntes Gesicht“ und ich in unterschiedlichen Kursen. Doch so waren wir immerhin gezwungen, erneut Bekanntschaften zu machen und offen auf alle Kommilitonen unseres Kurses zuzugehen.

Am nächsten Tag wurde dann aus diesem unglaublich großen Haufen von mir unbekannten Menschen ein etwas kleinerer, als wir als Kurs einen Raum für uns allein hatten. Neben dem Kurs waren auch zwei Dozenten anwesend, welche uns durch die erste Woche begleiteten und uns beim Kennenlernen halfen. Und noch heute - fast ein Jahr nach dieser Woche - sind diese zwei Dozenten so etwas wie unsere „Eltern“ an der Fachhochschule, denen wir uns anvertrauen können.
Wir haben etliche Kennenlernspiele gespielt, wir stellten tausende Fragen über die Fachhochschule, wir haben unsere eigenen Kursregeln aufgestellt und schon in der ersten Woche bildeten sich die ersten Freundschaften.

Ich denke, ich habe mich noch nie in meinem Leben auf so viele verschiedene Arten vorgestellt und über mich geredet wie in dieser Woche, doch am Ende waren es genau diese Kleinigkeiten, die man über die anderen erfuhr, die einem halfen sich schnell sehr gut zu verstehen.

Später wurden uns dann Kommilitonen aus höheren Jahrgängen vorgestellt, mit denen wir uns unterhalten konnten. Diese „Kommilitonen aus höheren Jahrgängen“ wurden schlussendlich auch unsere Tutoren, die uns noch jetzt alle Fragen beantworten und zu weiteren „bekannten Gesichtern“ auf dem Campus geworden sind.
Mit ihnen machten wir dann auch eine Rallye auf dem Gelände der FHPol. So lernten wir die einzelnen Gebäude besser kennen - ich will nicht lügen: bis heute verstehe ich die Anordnung der Häuser nicht. Haus 9 liegt neben Haus 73, hinter dem Präsidenten-Haus 2 liegt das Haus für Büromittel: Haus 107 und die Sporthalle ist Haus 99, obwohl ich 79-98 noch nicht gefunden habe. Aber zum Glück muss man die Anordnung nicht verstehen. Man weiß nach einer Weile einfach, welches Haus wo liegt. Nützlich zu wissen ist auch, dass man sich den Lageplan der Häuser im Internet herunter laden kann. Das spart Zeit und Nerven!

Doch diese Tricks und Kniffe werden einem von Dozenten, Tutoren oder einfach anderen Kommilitonen erklärt. Denn so unwahrscheinlich und unwirklich das auch erscheint - jeder war mal einen „ersten Tag“ an der FHPol und fühlte sich wahrscheinlich genauso wie ich. Doch ein Jahr vergeht so viel schneller als man denkt und noch bevor man darüber nachdenkt, weiß man, wo sich welches Haus befindet, man hat Freundschaften geschlossen und ist dem Ziel - Polizist oder Polizistin zu werden - um einiges näher gekommen.

Danica

Wie waren eigentlich die ersten Tage an der Fachhochschule der Polizei?
Noch bevor ich überhaupt am 01.10.2015 das Gelände FHPol betrat, wurde ich von den Mitgliedern der GdP freundlich begrüßt.

Jeder Neuling erhielt sogar ein kleines Willkommensgeschenk.

Daraufhin erfolgten noch ein paar organisatorische Dinge, wie zum Beispiel ein kurzer Arztbesuch und der Empfang unserer Spindschlüssel. Nach einer kurzen Pause nahmen wir unsere Familien in Empfang, und dann begann die feierliche Ernennung.

Die erste Hürde war geschafft……

Wir dürfen uns offiziell "Polizeimeisteranwärter/innen“ nennen. Danach wurden wir in unsere Klassen eingeteilt und hatten etwas Zeit uns zu beschnuppern. Meine Klasse bestand aus 25 Anwärter(n)/innen. Im Alter von 16-32 Jahren war fast jede Altersstufe vertreten. Nachdem uns der Plan für die nächste Woche mitgeteilt wurde, endete auch schon der erste Tag. Mit Hilfe unseres Klassenleiters und eines Coaches erhielten wir an den folgenden Tagen die Chance uns alle etwas besser kennenzulernen. Es folgten Spiele und Aufgaben durch die unser Verhalten im Team gefördert wurde. Es ging dabei teilweise sehr lustig zu.

Im Laufe der Woche lernten wir den Personalrat, die Jugend- und Auszubildendenvertretung und weitere Vorgesetzte kennen, sowie die älteren Jahrgänge, welche mit uns das Campusgelände erkundeten. Somit wussten wir auch wer in den einzelnen Bereichen für uns zuständig war und viele unserer Fragen konnten beantwortet werden. Am Ende der Kennenlernwoche gab es bereits einige Unterrichtsstunden, mit den Hinweisen, was uns im Laufe der Ausbildung noch blühte……

Heute kann ich bestätigen dass unsere Dozenten nicht übertrieben haben!!!

Die ersten aufschlussreichen und interessanten Tage an der Fachhochschule der Polizei hatte ich überstanden. Ich fühlte mich gut aufgenommen und bereit mit der Ausbildung durchzustarten.