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Neu bei der Beihilfe:

Direktabrechnung bei Krankenhausaufenthalt

Der Landesseniorenvorstand informiert darüber, dass das Landesamt für Besoldung und Versorgung folgendes auf der Homepage veröffentlicht hat: Ab dem 1. März 2016 (Antragseingang) kann die Beihilfestelle (also das Landesamt für Besoldung und Versorgung - LBV) bei stationären Aufenthalten die Beihilfe direkt an den Rechnungssteller zahlen. Voraussetzung hierfür ist ein entsprechender Antrag auf Beihilfe mit Direktabrechnung durch die Beihilfeberechtigten und die Bereitschaft der stationären Einrichtung direkt mit der Beihilfestelle abzurechnen. Die Beihilfe wird dann direkt von der Beihilfestelle an den Rechnungssteller überwiesen. Die direkte Abrechnung ist für stationäre Behandlungen in Krankenhäusern, Privatkliniken, Einrichtungen für Anschlussheilbehandlungen, Rehabilitations- und Suchteinrichtungen sowie für stationäre Pflegeleistungen in zugelassenen Pflegeeinrichtungen vorgesehen. Mit der Gehaltsmitteilung sollen alle Beihilfeberechtigten noch ein gesondertes Informationsschreiben über die Direktabrechnung erhalten.

Bei stationären Behandlungen kann das LBV als Beihilfestelle dann die Beihilfe bei Erfüllen der genannten Voraussetzungen (siehe oben) direkt an stationäre Einrichtungen zahlen. Der Beihilfebescheid geht dann den Betroffenen zu. Eine direkte Abrechnung ist für die stationäre Behandlung des Beihilfeberechtigten und auch für die berücksichtigungsfähigen Angehörigen möglich; und zwar in: öffentlichen und privaten Krankenhäusern, Einrichtungen für Sucht-, Rehabilitations- und Anschlussheilbehandlungen und auch für vollstationäre Pflegeleistungen in Pflegeeinrichtungen. Für das Direktabrechnungsverfahren gibt es spezielle Antragsvordrucke. Damit wird die stationäre Einrichtung ermächtigt, direkt mit der Beihilfestelle abzurechnen und die Beihilfestelle, also das LBV, wird damit ermächtigt die Beihilfe direkt an den Rechnungssteller zu zahlen.
Nachfolgend wird das Verfahren mit Direktabrechnung am Beispiel einer stationären Krankenhausbehandlung vom LBV dargestellt:

1. Sie füllen den „Antrag auf Beihilfe mit Direktabrechnung bei stationären Krankenhausbehandlungen“ aus und unterschreiben diesen.
2. Sie geben den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag im Krankenhaus ab.
3. Das Krankenhaus ergänzt Ihren Antrag und schickt diesen mit der Rechnung an uns.
4 Wir bearbeiten den Antrag und zahlen die Beihilfe direkt an das Krankenhaus aus.


5. Sie erhalten den Beihilfebescheid wie bisher zur Prüfung der Beihilfefestsetzung.

Damit man überprüfen kann, ob die erbrachten Leistungen zutreffend abgerechnet wurden, erhält der/die Betroffene von der stationären Einrichtung weiterhin eine Rechnungskopie. Sollte Grund zur Beanstandung bestehen, soll man sich bitte direkt an die stationäre Einrichtung wenden; die Beihilfestelle (LBV) sollte darüber informiert werden. Am Leistungsumfang der Beihilfe und an der Rechtsbeziehung zwischen Beihilfeberechtigten und der Beihilfestelle ändert sich durch das Direktabrechnungsverfahren nichts. Auch das Vertragsverhältnis zwischen Patient/in und stationärer Einrichtung bleibt hiervon unberührt. Es ändert sich lediglich der Auszahlungsweg. Hinsichtlich der Begleichung nicht erstatteter Rechnungsanteile (z.B. Telefonkosten, Mehrkosten für ein Einbettzimmer im Krankenhaus, etc.) wird sich die stationäre Einrichtung direkt an die Betroffenen wenden. Die notwendigen Vordrucke zur Direktabrechnung können von der Homepage des LBV BW (http://www.lbv.bwl.de) heruntergeladen und ausgedruckt werden. Wer keinen Internetzugang hat und einen Vordruck zur Direktabrechnung benötigt, kann sich auch an die Geschäftsstelle der GdP BW wenden, die ihm dann einen solchen Vordruck zukommen lässt.
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