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Trotz Corona

Seminar "Vorbereitung auf den Ruhestand"

Wieder neuer Tagungsort: Bad Herrenalb

„Corona“ hat zwar das Frühjahrsseminar verhindert; kurz vor der „zweiten Welle“ mit schärferen Verhaltensregeln konnte dann aber das Herbstseminar „Vorbereitung auf den Ruhestand“ des Landesseniorenvorstands (LSV) durchgeführt werden. Und wieder in einem neuen Tagungsort, in der schönen Schwarzwaldgemeinde Bad Herrenalb. 15 Kollegen, einer davon mit Ehefrau, konnten der Landesseniorenvorsitzende H. Werner Fischer und der Stellvertretende Landesseniorenvorsitzende Manfred Bohn begrüßen.

Mit den Veranstaltungsorten hat der LSV seit Jahren Pech: Nachdem der anfängliche Veranstaltungsort Wertheim seit Herbst 2015 nicht mehr zur Verfügung stand, in 2016 sich keine Alternative aufgetan hatte, 2017 bei einem Versuch im Institut für Ausbildung und Training der Hochschule für Polizei in Biberach a.d. Riß keine zufriedenstellenden Rahmenbedingungen geboten waren, wurden nach längerer Suche 2018 durch den Landesseniorenvorstand im Tagungszentrum „Haus auf der Alb“ der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg in Bad Urach wieder gute Seminarbedingungen vorgefunden. Doch auch hier war Ende 2019 Schluss: Das Haus wird 2020 und 2021 einer umfangreichen Sanierung unterzogen. Also wieder neue Suche durch den Organisator der Seminare, Manfred Bohn. Und er wurde wieder fündig: Im „Haus der Kirche“, der Seminar-Akademie der Evangelischen Landeskirche Baden in Bad Herrenalb. Unterbringungsbedingungen und Haus-Atmosphäre machten die drei Seminartage auch unter „Corona“-Bedingungen zu einem angenehmen Aufenthalt. Und auch die wichtigen und interessanten Seminarthemen kamen bei den Teilnehmern gut an.

Detlef Behnke, ehemaliger Dozent der Akademie der Polizei im Ruhestand, gibt in einem Vortrag stets „selbst gelebte“ Hinweise und Informationen zur Vorbereitung dieses neuen Lebensabschnitts, zur sinnvollen Gestaltung dieses neuen Lebens im Alter, was gibt es für Lebensformen beim Thema Wohnen im Alter. Als besonders bemerkenswert empfanden die beiden Seminarleiter Werner Fischer und Manfred Bohn, dass sowohl Frau Dr. Kathrin Tatschner, Ärztin der Geriatrischen Reha-Klinik Würzburg (Geriatrie = Alters- oder Altenmedizin bzw. -heilkunde), als auch Rechtsanwalt Heinrich Olbricht aus Freiburg trotz des wiederholten Wechsels des Tagungsortes der GdP „treu“ geblieben sind. Ihre wichtigen Vorträge über die gesundheitlichen Fragen immer älter werdender Menschen und über die Rechtsvorschriften zu Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und das Erbrecht fanden erneut aufmerksame Zuhörer. Beide Referenten verstehen es, die Themen nicht „trocken“ sondern besonders lebendig, lebens- und praxisnah vorzutragen.

Informationen zu Strukturen, Aufgaben und Zielen der organisierten Seniorenarbeit in der GdP und zu aktuellen „Baustellen“ in der politischen Arbeit der GdP Baden-Württemberg, für die der Stellvertretende Landevorsitzende Gundram Lottmann angereist war. Auch gab es durch das Landesseniorenvorstandsmitglied Karl-Heiz Strobel und einem Vertreter des Versicherungsunternehmens „Polizei-Versicherungs-AG (PVAG) / SIGNAL IDUNA (ein Kooperationsunternehmen der GdP) wichtige Erläuterungen zu den für viele Teilnehmer „neuen Felder“ Beamtenversorgung und Beihilfe. Auch die Probleme beim Eintritt eines Pflegefalles wurden natürlich angesprochen. Vorgestellt wurden auch die vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten der „GdP-Service GmbH“ und die Vorteile beim Buchen einer Reise im GdP-Kooperationsunternehmen „Schwabenlandreisen/PSW-Reisen“. Werner Fischer schließlich präsentierte das „APS - AktivProgramm nicht nur für Senioren“ einschließlich der umfangreichen Angebote im Internet auf den Web-Seiten der Bundes- und Landes-GdP.

Die sonst von der Seminarleitung organisierte Freizeitgestaltung fiel wegen der Corona-Bedingungen leider aus. Trotzdem gab es natürlich in den Pausen und an den Abenden Gelegenheit, in kollegialer Runde zu diskutieren und Gespräche zu führen, so dass die Teilnehmer nach diesem „etwas anderen“ Seminar am Ende der drei Tage durchweg zufrieden den Heimweg antraten. Sollten es die Pandemie-Ereignisse zulassen, sind für 2021 am gleichen Ort zwei weitere Seminare geplant. Rechtzeitige öffentliche Ausschreibungen werden dann erfolgen. (H.W. Fischer)
Bildunterschrift:

Die Teilnehmer des ersten GdP-Seminars „Vorbereitung auf den Ruhestand“ unter „Corona“-Bedingungen in Bad Herrenalb
Bild: KH Strobel
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