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#GewaltgegenPolizei – Auch Polizisten sind Menschen

Gewalt gegen Polizei – ein Dauerbrenner im Polizeialltag. Von Beleidigungen wie „Bullenschwein“ über Anspucken bis hin zu schweren Verletzungen und Morddrohungen…ein erschreckender Zustand, unter dem nicht nur Polizisten leiden. Auch Sanitäter, Feuerwehr und andere Staatsorgane erfahren vermehrt Respektlosigkeit. Ja, mag schon sein, dass Polizeiarbeit nichts für Zartbesaitete ist. Das heißt aber nicht, dass Polizisten den derzeitigen Zustand hinnehmen müssen. Eine Kernaufgabe des Arbeitgebers – also der Bundesländer – ist es, für die Sicherheit und Gesundheit seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu sorgen. Zwar gab es in den letzten Jahren Verbesserungen in Aus- und Fortbildung sowie Ausrüstung, das hilft aber wenig, wenn Strafverfahren bei Gewalt gegen Polizisten wieder und wieder von der Justiz eingestellt werden und Täter kaum Konsequenzen fürchten müssen.

Die Konsequenz: Kolleginnen und Kollegen verlieren jegliche Motivation, fürchten um ihre Gesundheit und fühlen sich von der Regierung allein gelassen. Was dabei rauskommt, klingt so:

„Als Polizist hat man sich schon immer rechtlich auf einer Gratwanderung befunden. In den letzten Jahren ist dieser Grat jedoch schmaler und schmaler geworden. Der schmale Grat ist zu ‘Messers Schneide‘ geworden. Und die Schneide befindet sich genau zwischen Strafvereitelung, rechtswidriger Maßnahme und unvorteilhafter Pressemeldung. Und die Politik schärft sie immer weiter. Die Schleifsteine lauten, Strafverfahren, Disziplinarverfahren, miese Beurteilung, keine Beförderung und Strafversetzung.

Viele Kollegen arbeiten darum nicht mehr zielorientiert für unseren (ja - immer noch hervorragenden) Rechtsstaat, sondern nur noch mit dem Rücken an der Wand und zu ihrem eigenen Schutz.“

Wir, die Gewerkschaft der Polizei, werden nicht aufhören, auf diesen Missstand hinzuweisen. Deshalb werden an dieser Stelle immer wieder Berichte von Kolleginnen und Kollegen veröffentlicht, bis auch der oder die Letzte im Land mitbekommen hat, dass hinter jeder Uniform ein Mensch steckt. Dafür brauchen wir eure Unterstützung: Schickt uns eure Erlebnisse mit Gewalt im Dienst an britta.huy@gdp-nrw.de.

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