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© Africa Studio/stock.adobe.com
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Jüdisches Leben und die Polizei

© GdP/Kay Herschelmann

Der Antisemitismus ist in Deutschland verwurzelt. Das ist zwar eine bedrückende Tatsache, aber eine, die wir nicht auf Dauer akzeptieren müssen, und tolerieren erst recht nicht! In unserer DP hat der damalige Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Dr. Felix Klein, gesagt: „Leider haben wir hier eine jahrhundertealte antisemitische Tradition, die auch nach der Shoah nicht abgebrochen ist.“ Das muss man erst einmal sacken lassen. Und dann agieren…

Die GdP will ihre gesellschaftspolitische Teilhabe dafür nutzen, dass jüdisches Leben in unserem Land allerorten ein gänzlich unbedarftes Dasein führt. Es muss eine positive Normalität Einzug halten. Dazu bedarf es mindestens zweier Wege. Der erste: Antisemitismus jedweder Couleur muss konsequent verfolgt und bestraft werden. Der zweite: Wir alle müssen mehr über das Judentum wissen. Wer höchstens Halbwissen besitzt und krude Vorurteile ungeprüft übernimmt, womöglich weiterträgt, ist leichte Beute für die entsetzlichen Scharfmacher, die Jüdinnen und Juden für alles Ungemach der Welt Schuld andichten und unschuldige Menschen großen Gefahren aussetzen. Wir alle wissen auch um die Macht der sozialen Medien.

Neben ihrer politischen Einflussnahme will die GdP insbesondere in Bildungsprogrammen und mit Kooperationen jüdisches Leben in Deutschland, in Europa, selbstverständlich werden lassen. Die ersten Schritte sind bereits gemacht, weitere werden sukzessive folgen. Wir sind stolz darauf, unserer demokratischen Verpflichtung mit Klarheit, Haltung, Vehemenz, Ausdauer und großem Engagement nachzukommen.

Sven Hüber, stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP)

 

 

Kooperationspartner

Kooperationen und Netzwerk

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) engagiert sich gemeinsam mit einer Vielzahl nationaler und internationaler Partnerorganisationen, Bildungseinrichtungen, Stiftungen, Sicherheitsbehörden, sowie zivilgesellschaftlicher Akteure für die Stärkung demokratischer Werte, den Schutz jüdischen Lebens und die Bekämpfung von Antisemitismus. Durch diese vielfältigen Kooperationen werden Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen gebündelt, um aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen wirksam begegnen zu können.

Die gemeinsamen Aktivitäten der Netzwerkpartner tragen dazu bei, Polizeibeschäftigte in ihrer Rolle als Verteidigerinnen und Verteidiger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu stärken und ihre Resilienz gegenüber demokratiefeindlichen Bestrebungen zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Schutz jüdischen Lebens und jüdischer Einrichtungen in Deutschland.

Gemeinsam mit ihren zahlreichen Partnern, darunter auch seit 2024 das  US-amerikanische Simon Wiesenthal Center (SWC) verfolgt die GdP einen umfassenden Ansatz zur Bekämpfung des Antisemitismus. Neben einer konsequenten Strafverfolgung gehören hierzu insbesondere Bildungsarbeit, Prävention, Forschung sowie die Förderung demokratischer Resilienz. Die enge Vernetzung aller Beteiligten stärkt das gemeinsame Engagement für Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

© GdP
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Eine GdP-Delegation unter Führung des Bundesvorsitzenden Jochen Kopelke und seinen Vorstandskollegen Sven Hüber (r.), Alexander Poitz (l.) und Katrin Kuhl folgte Ende Mai 2024 voller Spannung und erwartungsfroh der Einladung zum Headquarter der jüdischen Menschenrechtsorganisation ins kalifornische Los Angeles. Dort erlebten und erfuhren sie an vier mit Themen vollgepackten Tagen und einem umfangreichen Programm. Wie wird Bildungsarbeit zu den Themen „Jüdisches Leben und Antisemitismus“ strukturiert? Welche Methoden und Bildungskonzepte werden vornehmlich für Polizeibeschäftigte entwickelt wurden und wie man diese für die gewerkschaftspolitische Arbeit in Deutschland adaptieren könnte.

Fachtag SWC in Berlin

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Im Januar 2025 fand in der Bundesgeschäftsstelle der Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine Fachtagung zum Thema „Jüdisches Leben und Polizei“ statt. Mit dabei: eine Delegation des US-amerikanischen Simon Wiesenthal Centers (SWC), unter Führung von Rabbi Abraham Cooper, die Antisemitismusbeauftragte und Dozentin der Deutschen Hochschule der Polizei (DHPol), Dr. Haydée Mareike Haass, zwei Vertreter der niederländischen Polizeigewerkschaft NPB (Nederlandse Politiebond) sowie nicht zuletzt der damaligen Bundesinnenministerin Nancy Faeser.

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March of the Living

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) nimmt seit zwei Jahren am „March of the Living“, dem internationalen Gedenkmarsch vom ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz nach Birkenau, teil. Der Marsch im Jahr 2025 markierte den 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz und wurde von Holocaust-Überlebenden, ihren Familien und Teilnehmern durchgeführt.

Der Marsch wird von 50 Holocaust-Überlebenden  angeführt, die gemeinsam mit Opfern moderner antisemitischer Anschläge ein Band zwischen den Generationen knüpfen. Regelmäßig nehmen polizeiliche Führungskräfte an dieser herausragenden Gedenkveranstaltung teil. 2026 reiste eine große GdP-und-Partner-Delegation mit Blick auf die Initiative „Democratic Policing“ an.

Mehr zur Initiative: Democratic Policing.

 

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Die Delegation beim March of the Living im Jahr 2026. GdP
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Videos mit unseren Kooperationspartnern

Aktuelles

Berichterstattung über Jüdisches Leben und Polizei