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GdP zur Forderung für beginnende Tarifverhandlungen

Polizeibeschäftigte erwarten spürbar steigende Einkommen

Pressekonferenz für die Einkommensrunde 2017 Öffentlicher Dienst: (v. l.) GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow, ver.di-Vorstandsmitglied Wolfgang Pieper und ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske erläutern der Presse die Tarifforderungen. Foto: Holecek
Pressekonferenz für die Einkommensrunde 2017 Öffentlicher Dienst: (v. l.) GdP-Bundesvorsitzender Oliver Malchow, ver.di-Vorstandsmitglied Wolfgang Pieper und ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske erläutern der Presse die Tarifforderungen. Foto: Holecek
Berlin.

Die Beschäftigten der Polizei in den Ländern erwarten von den im kommenden Jahr beginnenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst einen deutlichen Anstieg ihrer Einkommen.

Nicht mit warmen Worten abspeisen

Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, sagte am Mittwoch in Berlin: „Unsere Kolleginnen und Kollegen in der Polizei nehmen es nicht hin, dass sie bei ständig zunehmender Arbeitsbelastung und gesundheitlicher Gefährdung im Dienst unserer Gesellschaft und unseres Staates lediglich mit warmen Worten abgespeist werden. Wir alle haben in den vergangenen Monaten erfahren müssen, wie angespannt die Sicherheitslage ist und welche enormen Anforderungen an alle Angehörigen der Polizei gestellt werden. Wir stehen daher mit großem Nachdruck hinter der gemeinsamen Forderung der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes für die im Januar beginnende Verhandlungsrunde.“

Öffentlicher Dienst wird immer unattraktiver

Wie sehr die Einkommen bei der Polizei hinterherhinken, macht nach Auffassung von Kerstin Philipp die Nachwuchsgewinnung deutlich. Philipp, die im GdP-Bundesvorstand für den Tarifbereich zuständig ist: „Unter dem Druck einer verunsicherten Öffentlichkeit haben einzelne Bundesländer Neueinstellungen beschlossen. Um geeignete Bewerber zu finden, müssen wir zunehmend mit der privaten Wirtschaft konkurrieren, weil für junge, gut ausgebildete Menschen ein Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst immer unattraktiver wird. Wir fordern eine Erhöhung des Tabellenentgelts im Gesamtvolumen von 6 Prozent unter Einbeziehung einer sozialen Komponente in Form eines Sockel- oder Mindestbetrages. Die Entgelte für Auszubildende und Praktikantinnen und Praktikanten sollen um 90 Euro erhöht werden. Wir sind am Ende unserer Geduld. Das werden wir die Arbeitgeber in den Verhandlungen spüren lassen.“