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Technik

Digitalfunk gesundheitsschädlich?

Bremen.

Radio Bremen hat in seinen Nachrichtensendungen ein Thema aufgegriffen, dass nicht gänzlich unbekannt ist und sich auf die Zeitung "Behörden Spiegel" beruft. Diese Zeitung berichtet in ihrer neuen Ausgabe über den Digitalfunk und thematisiert eine Langzeitstudie aus Großbritannien, die 2003 gestartet wurde und bis 2018 fortgeführt werden soll. Auslöser dieser Studie waren Klagen britischer Polizeibeamter über Gesundheitsbeeinträchtigungen, nach Einführung des Digitalfunks 2001 in Großbritannien. Die geschilderten Symptome (Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Bluthochdruck etc.) sind solche, die auch mit Streß in Verbindung gebracht werden können. Auffallend war jedoch, dass es in direkter Umgebung von Basisstationen fünf Fälle von Halskrebs gab (2001).

Darüber hinaus veröffentlichte ein Wissenschaftler der Universität Warwick im Jahr 2006 einen Aufsatz in dem er auf die Schädlichkeit von Strahlung in der
Umgebung von Basisstationen (Antennenanlagen) hinwies. Seine Position ist bei den Wissenschaftlern nicht unumstritten. Durchgeführte Messungen mit einem automatischem Messsystem in Berlin wiesen nach, dass die Grenzwerte, die unter anderem durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegeben werden, an den Basisstationen des Digitalfunknetzes um ein Vielfaches unterschritten werden.

Neben den Untersuchungen der Strahlung von Basisstationen sind jedoch auch solche von denen der Endgeräte zu beachten. Die Polizei NRW nahm eigene Untersuchungen vor, bei denen sie feststellte, dass die Grenzwerte an Basisstationen erheblich unterschritten wurden.

An den Antennen der Endgeräte war der Wert allerdings um das 1,2fache überschritten. Voraussetzung: Der Kopf des Funkenden würde an der Antenne
liegen. Schon 5 cm davon entfernt lag der Grenzwert lediglich bei 33% der vorgegebenen (Vorsorge-) Norm.

Derzeit laufen zwei Studien des Bundesamtes für Strahlenschutz in Zusammenarbeit mit der Charité Berlin und der Bundesanstalt für den Digitalfunk der
Behörden. Deren Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Eine endgültige Bewertung von möglichen schädlichen Einflüssen des Digitalfunks kann nach Aussagen der Experten erst nach Auswertung der Studien erfolgen. Die Haltung der GdP dazu war schon früh eindeutig. Nach Bekanntwerden der Kritik britischer Kollegen forderte der damalige Bundesvorsitzende Konrad Freiberg einen Nachweis der gesundheitlichen Unbedenklichkeit des Systems. Mit den genannten Langzeitstudien kam man der Aufforderung nach, mögliche gesundheitsgefährdende Auswirkungen zu untersuchen.

Für uns als GdP ist eine gute Funkversorgung unerlässlich, andererseits muss der Arbeitgeber gewährleisten, dass die Gesundheit unserer Kolleginnen und
Kollegen nicht gefährdet wird. Wir haben den zuständigen Kollegen beim Senator für Inneres gebeten, in für Laien verständlicher Form die Technik des Digitalfunks zu beschreiben, um das den Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung zu stellen.
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