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DEUTSCHE POLIZEI (DP)

Die Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft der Polizei

Die DEUTSCHE POLIZEI können eingeloggte Nutzer des GdP-Mitgliederbereichs bereits direkt nach dem Redaktionsschluss und vor dem Versand der Printausgabe online als pdf-Datei lesen. Die DP-Landesjournale werden seit der September-Ausgabe 2011 zu Monatsbeginn ergänzt und stehen dann allen Nutzern ebenfalls als pdf-Download bereit.

Seit dem 1. Januar 1952 erhalten die Mitglieder der GdP die DEUTSCHE POLIZEI (DP) regelmäßig zu Beginn eines jeden Monats. Darüber hinaus gehören etliche Vertreter aus Politik, von Verbänden und Institutionen zum Verteiler der Zeitschrift. Elektronisch eingestellt ist die DP seit März 2000.

Neben Beiträgen zur gesellschaftlichen Entwicklung und zur aktuellen Gewerkschaftspolitik greift die DP insbesondere Themen auf, die sich mit der besonderen Interessenlage ihrer Mitglieder befassen – vom Arbeitsschutz bis zur Zukunft der Polizei. Neben dem „Bundesteil“ ist in den Ausgaben jeweils der entsprechende „Landesteil“ eingeheftet. Dieser Bereich wird von den Landesredakteuren in Eigenregie erstellt.

(in Kürze) Die aktuelle Ausgabe DEUTSCHE POLIZEI: "Vor 40 Jahren - Massiver Protest gegen AKW Grohnde"

„Der Protest gegen die kommerzielle Nutzung der Atomenergie wurde durch starke soziale und politische Gruppen in unserer Gesellschaft getragen, die eine eigene Erinnerungskultur entwickelt haben. Die Polizei spielt darin bisher nur den Part des Gegenübers, des Gegners, der nicht selten Gewalt angewendet hat. Diese Sichtweise ist einseitig und wird der Funktion und Rolle von Polizei in einer demokratischen Gesellschaft nicht gerecht“, sagt Dr. Dirk Götting, Lehrbeauftragter für Polizeigeschichte in der Aus- und Fortbildung der Polizeiakademie und Kurator des Polizeimuseums Niedersachsen. „Wenn sich die Polizei paramilitärischen Aktionen ausgesetzt sieht, dann kommt sie als Sicherheits- und Ordnungsorgan einer Zivilgesellschaft an ihre Leistungsgrenze“, so Dr. Götting und fügt hinzu: „Daran hat sich in 40 Jahren nichts geändert.“

Den Anstoß für das Zeitzeugengespräch gab der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom, der in seiner Ausstellung „40 Jahre Schlacht um Grohnde“ die Gewalt und die Frage der Friedfertigkeit von Protestformen gegen die Atomenergie darstellt. Gelderblom betont: „Die Ausstellung verfolgt keinen historischen oder sozialwissenschaftlichen Ansatz, der die Ereignisse aus der Distanz einordnet und bewertet. Sie betrachtet den Widerstand gegen Grohnde mit grundsätzlicher Sympathie, wenn auch aus zeitlichem Abstand. Im Zentrum stehen Erfahrungsberichte von Menschen, die an dem damaligen Geschehen beteiligt waren, darunter zwei Polizeibeamte. Sie repräsentieren nachdenkliche, kritische und kontroverse Sichtweisen. Auch bei der Darstellung der Ereignisse des 19. März 1977 versucht die Ausstellung, unterschiedliche Sichtweisen – der Demonstranten, der Polizei, der Presse – einzunehmen.“

Die Veranstaltung fand im Sitzungssaal der Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden statt, in den der Leiter der Polizeiinspektion, Ralf Leopold, gemeinsam mit dem Polizeipräsidenten Uwe Lührig zu einer außerordentlichen Führungskräftebesprechung eingeladen hatte. Sie fand in Gegenwart von Führungskräften der Polizei, des Landrates Tjark Bartels, Emmerthals Bürgermeister Andreas Großmann und der CDU-Landtagsabgeordneten Petra Joumaah statt.

Lebendig wurde der denkwürdige Polizeieinsatz durch eine Reihe polizeilicher Zeitzeugen. Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden hatte sich bereits mit den Ausstellungen „Ordnung und Vernichtung – Die Polizei im NS Staat“ und „Von der Polizeiassistentin zur Führungskraft“ in den vergangenen Jahren intensiv mit polizeirelevanten Geschichtsthemen auseinandergesetzt.


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