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DP - DEUTSCHE POLIZEI

Das Mitgliedermagazin der Gewerkschaft der Polizei

Die DP - DEUTSCHE POLIZEI können eingeloggte Nutzer des GdP-Mitgliederbereichs bereits direkt nach dem Redaktionsschluss und vor dem Versand der Printausgabe online als pdf-Datei lesen. Die DP-Landesjournale werden seit der September-Ausgabe 2011 zu Monatsbeginn ergänzt und stehen dann allen Nutzern ebenfalls als pdf-Download bereit.

Seit dem 1. Januar 1952 erhalten die Mitglieder der GdP die DP regelmäßig zu Beginn eines jeden Monats. Darüber hinaus gehören etliche Vertreter aus Politik, von Verbänden und Institutionen zum Verteiler der Zeitschrift. Elektronisch eingestellt ist die DP seit März 2000.

Neben Beiträgen zur gesellschaftlichen Entwicklung und zur aktuellen Gewerkschaftspolitik greift die DP insbesondere Themen auf, die sich mit der besonderen Interessenlage ihrer Mitglieder befassen – vom Arbeitsschutz bis zur Zukunft der Polizei. Neben dem „Bundesteil“ ist in den Ausgaben jeweils der entsprechende „Landesteil“ (oder das "Bezirksjournal") eingeheftet. Dieser Bereich wird von den Landes- und Bezirksredakteurinnen und -redakteuren in Eigenregie erstellt.

Die aktuelle Ausgabe der DP - DEUTSCHE POLIZEI: „Die dümpelnde Behörde"


Die zivilisierte Welt ist sich einig: Sklaverei ist barbarisch und darum verboten. Dennoch gibt es sie. Im Verborgenen handeln Menschen mit Menschen. Bekämpfen soll das in Deutschland der Zoll. Wie das geht – oder eben auch nicht, erklärt DP-Autor Frank Buckenhofer.

Der Sklavenhandel ist eine Erfindung aus der Hochkultur des Altertums. Dieser erstreckt sich in veränderter Weise subtil bis in die Gegenwart. Während Sklaven noch bis in das 19. Jahrhundert offen gehandelt wurden, ist ein solcher Markt der Ausbeutung für Polizei und Zoll heute kaum sichtbar und schwer zu ermitteln. Entweder findet die Ausbeutung im Verborgenen statt oder tarnt sich hinter verschachtelten und oftmals grenzüberschreitenden Vertragskonstruktionen. Den Schaden tragen die, die unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen, und nicht zuletzt der Staat, dem durch illegale Beschäftigung Steuern und Sozialversicherungsbeiträge in Milliardenhöhe vorenthalten werden.

Nun könnte man annehmen, dass hierzulande Menschenhandel, Ausbeutung, Sklaverei und Unterdrückung längst abgeschafft seien. Immerhin garantiert die Bundesrepublik eine verfassungsmäßige Rechts- und Sozialstaatlichkeit. Die Straftatbestände Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsarbeit, Ausbeutung der Arbeitskraft oder Ausbeutung unter Ausnutzung einer Freiheitsberaubung dürften in entwickelten Zivilgesellschaften bestenfalls nur noch in der Erinnerung existieren. Sie sind unzweifelhafte Merkmale eines völlig verrohten und anachronistischen Barbarenverhaltens.

Dennoch existiert im sozialstaatlichen Deutschland immer noch eine Vielzahl profitabler Möglichkeiten der Ausbeutung gibt. Der Volksmund bezeichnet diese Schlupflöcher auch als „moderne Lohnsklaverei“. Der Visa-Untersuchungsausschuss des Bundestages im Jahr 2005 machte genau das deutlich. Er zeigte, dass eine Vielzahl zunächst touristisch erteilter Einreisvisa für Osteuropäer nicht deswegen beantragt wurde, weil die Antragsteller etwa die Dresdner Semperoper, den Hamburger Hafen oder das Münchener Oktoberfest besuchen wollten.

Problematisch: Bereits damals konnte das Bundesfinanzministerium (BMF) mangels ausreichender Datenerfassung im Zoll kaum Auskunft über festgestellte illegal Beschäftigte mit derartigem Herkunftsbezug geben. Die Logik der hohen Finanzbeamten: Für die Nacherhebung der Sozialversicherungsbeiträge sei es unerheblich, aus welchem Land jemand komme. Der Hinweis auf die Notwendigkeit von Lagebildern zur Kriminalitätsbekämpfung stieß in der Führungsetage des BMF auf große Augen und wenig Verständnis. ...

Alle Themen der aktuellen Ausgabe:

INHALT In eigener Sache; KAMPAGNE IN LÄNDERN UND BEZIRKEN #100für100 auf Deutschlandtour; INNENLEBEN #100für100 Wertschätzung für Gute Arbeit; HINTERFRAGT Digitale Dienststelle, Digitales Wissen über das PSN transferieren; TITEL/ARBEITSMARKTKRIMINALITÄT Moderne Sklaverei; IM GESPRÄCH "Politiker wollen nicht immer verstanden werden"; INNENLEBEN Altersdiskriminierung im Fokus; INNENLEBEN Digitales Planungstreffen; SENIORENPOLITIK Neuer Imageflyer; IM GESPRÄCH Aktuelle Fragen der Sicherheitspolitik im Fokus; HINGESCHAUT Gaffen tötet; IM GESPRÄCH Flächendeckend. rund um die Uhr; INNENLEBEN So transparent wie möglich; INNENLEBEN Sachverständige in der Daktyloskopie; HILFREICH Auslandseinsatz in der Pandemie; INNENLEBEN Dauerbaustelle Mitbestimmung; INNENLEBEN Der 1. FC Wundervoll als Glücksbringer; INNENLEBEN Ernst Schrader ein Gewerkschaftspionier; IM KALENDER Gemeinsamer "Ausritt"; EURE MEINUNG; IMPRESSUM
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