Polizist konnte sich nur durch gezogene Waffen schützen - Foto: GdP
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30. Juni 2015

Pressemitteilung

Polizist konnte sich nur durch gezogene Waffen schützen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht sich durch den erneuten Vorfall in ihrer Befürchtung bestätig, dass in den Problemstadtteilen des Ruhrgebietes mit einem hohen Zuwandererpotenzial rechtsfreie Räume entstehen, in denen kriminelle Gruppierungen durch gezielte Einschüchterungen polizeiliche Maßnahmen verhindern wollen. Die GdP fordert deshalb, dass für die Problemviertel Mindeststärken für die Polizeiwachen festlegt werden, die nicht unterschritten werden dürfen. Dazu muss das Innenministerium den Behörden genügend Polizisten zur Verfügung stellen. „Wir dürfen kriminellen Gruppierungen nicht die Straße überlassen, sonst werden ganze Stadtteile weiter abrutschen und mit ihnen die dort lebenden Menschen“, warnte Plickert die Politik davor, das Problem der No-Go-Areas weiter zu verdrängen.

Nach Beobachtungen der GdP gibt es nicht nur in Duisburg, sondern auch in Essen und Dortmund nahezu jede Woche Situationen, in denen Polizisten ohne jeden erkennbaren Grund von einer größeren Menschenmenge bedroht und angegriffen werden. „Für die kriminellen Banden ist es ein Spiel. Sie wissen, dass die Polizei in ihrem Stadtviertel keine Maßnahmen mehr durchsetzen kann, wenn sie nach Angriffen auf einzelne Polizisten nicht sofort fünf bis zehn Streifenwagen zur Verstärkung heranziehen kann.“ Sorge bereitet der GdP vor allem das Vordringen libanesischer Großfamilien in den Problemvierteln. In Duisburg kämpfen zudem mehrere rivalisierende Rockergruppen sowie türkische, rumänische und bulgarische Gruppen um die Vorherrschaft auf der Straße.
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