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Spendenaktion nach G 20-Gipfel für die verletzten und erkrankten Einsatzkräfte: Volker-Reitz-Stiftung verteilt Gutscheine

Hannover.

Nach dem außerordentlich schwierigen und gefährlichen Einsatz beim G 20-Gipfel erfährt die Polizei eine große Welle von Dank und Anerkennung. Die Bild-Zeitung sammelt seit dem 10. Juli 2017 mit Unterstützung der GdP Spenden, um den verletzten Polizistinnen und Polizisten einen Kurzurlaub zur Genesung zu ermöglichen.

Mittlerweile sind laut Bild-Zeitung Tausende Menschen dem Spendenaufruf gefolgt. Auch die Deutsche Bahn unterstützt die Aktion. Derzeit ist geplant, allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen Gutscheine in Höhe von je 600 Euro für Hotelaufenthalte zu überreichen. Außerdem spendet die Deutsche Bahn 1.000 Gutscheine für Zugfahrten 1. Klasse für Hin- und Rückfahrt für die Betroffenen inklusive Partnerinnen und Partner. Kinder bis 14 Jahren dürfen dabei unentgeltlich mitgenommen werden.

Auf Betreiben des GdP-Landesvorsitzenden Dietmar Schilff hat das niedersächsische Innenministerium einer Ausnahme-Regelung zum Verbot der Annahme von Belohnungen, Geschenken und sonstigen Vorteilen zugestimmt, sodass die verletzten Beamtinnen und Beamten die Reise-Gutscheine annehmen dürfen. Diejenigen, die davon Gebrauch machen, müssen dies bei den Dienststellen zur Genehmigung anzeigen.

Die Verteilung der eingegangenen Spenden wird die Volker-Reitz-Stiftung übernehmen. Sie war gegründet worden, nachdem der 34-jährige Polizeihauptmeister Volker Reitz im Mai 1996 bei einer Fahrzeugkontrolle erschossen wurde. Die Stiftung unterstützt gemäß ihrer Satzung hilfsbedürftige Beschäftigte, deren Angehörige sowie Projekte im Bereich der inneren Sicherheit und Ordnung – und das unabhängig von jeglicher gewerkschaftlichen Zugehörigkeit.

„Eine Ehrung oder wertschätzende Anerkennung durch unsere Stiftung ist statthaft und wird seit der Gründung im Jahr 2000 praktiziert“, erklärt Dirk Bork von der Volker-Reitz-Stiftung. Da zweckgebundene Spenden nur für den jeweiligen Zweck verwandt werden dürfen, sei sichergestellt, dass die Unterstützung auch bei den betroffenen Polizistinnen und Polizisten ankommt, so Bork.

Auch die GdP in Niedersachsen hat sich dafür entschieden, die Spenden aus dem Aufruf der Bild-Zeitung über die Volker-Reitz-Stiftung zu Berlin verteilen zu lassen. Während des G 20-Gipfels verletzte Kolleginnen und Kollegen aus Niedersachsen können sich entweder in der GdP-Geschäftsstelle Niedersachsen oder direkt bei der Volker-Reitz-Stiftung melden.

Volker-Reitz-Stiftung, Carmen Kummerow
Telefon:  030 / 21 00 04-14
Mail:
Volker-Reitz-Stiftung@gdp-online.de

GdP Niedersachsen
Telefon: 0511 / 53037-0
Mail:
gdp-niedersachsen@gdp.de

Die GdP wünscht allen Kolleginnen und Kollegen gute Genesung und bedankt sich ausdrücklich bei Innenminister Pistorius und Staatssekretär Manke für die schnelle Entscheidung im Sinne der Betroffenen.

Über den genauen Ablauf der Spenden-Verteilung werden sich die Bild-Zeitung, die GdP im Bund und die Volker-Reitz-Stiftung am Donnerstag, 27. Juli, verständigen. Die GdP plant zudem, sich bei den Spenderinnen und Spendern zu bedanken. In welcher Form, darüber wird ebenfalls noch entschieden.

(Red.)

Alle beim G 20-Gipfel in Hamburg verletzten und erkrankten Polizistinnen und Polizisten bekommen einen Genesungsurlaub geschenkt. Foto: DS