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Sonntagsfahrverbot für LKW beibehalten

Hilden.

"Eine Aufweichung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots für Lastkraftwagen wird langfristig zu einer vollständigen Aufhebung führen", bewertete Norbert Spinrath, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die Pläne der Europäischen Kommission, LKW zukünftig bis in die frühen Morgenstunden der Sonn- und Feiertage fahren zu lassen. Demnach sei eine Harmonisierung innerhalb der EU-Grenzen vorgesehen, bestimmte Lastkraftwagen bis sieben Uhr morgens weiterfahren zu lassen. Zur Zeit müssen die Brummifahrer die Motoren ab Mitternacht an Sonn- und Feiertagen abstellen.

Dem Druck der Transportindustrien der EU-Länder dürfe nicht zu Ungunsten der Bürger nachgegeben werden: "Ich halte es für unzumutbar, Anlieger von Straßen mit hohem Schwerlastverkehr auch noch Sonntag Nacht durch Lärm und Abgase zu belästigen. Es wird höchste Zeit, alternative Transportmittel und -wege stärker in das Logistikkonzept der Transportwirtschaft einzubeziehen", sagte Spinrath in Hilden.

Die Deutsche Bahn AG solle endlich ihre Transportkapazitäten auf der Schiene erweitern. Es gehe nicht an, dass ein Großteil des von der Deutschen Bahn AG be-wältigten Fernfrachtaufkommens in deren Auftrag über die Straßen transportiert wird, so der GdP-Vorsitzende. Auch die Wasserwege würden nicht ausreichend genutzt. Bedenklich sei die Tatsache, dass mehr und mehr Binnenschiffer keine Fracht mehr fänden und auf der anderen Seite die klassischen Fernstraßen fast kollabierten. Spinrath: "Ich appelliere gleichermaßen an Gesetzgeber, verladende Wirtschaft und Transportunternehmen, über die bisherigen Lippenbekenntnisse hinaus ein ökologisch wie ökonomisch durchdachtes Gesamtkonzept umzusetzen.
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