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GdP zur geplanten Umbennung des BGS in "Bundespolizei" und zur Ausstattung mit neuer Uniform

Berlin.

"Es ist eine Tatsache, dass der Begriff "Bundesgrenzschutz" nicht mehr das deutlich gewandelte Aufgabenspektrum der BGS-Kolleginnen und Kollegen widerspiegele.

Dem will Bundesinnenminister Otto Schily mit seinem Vorstoß der Umbennung des BGS in "Bundespolizei" Rechnung tragen." Bedauerlich sei aber, so äußerte sich der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg heute in Berlin, dass der Bundesinnenminister einen eigenständigen gesetzgeberischen Weg gehe, ohne einen Konsens mit den Ländern herbeizuführen. Der GdP-Vorsitzende: "Schilys Alleingang könnte für weitere Missstimmung zwischen Bund und Ländern sorgen."

Zur Absicht Schilys, die BGS-Beamtinnen und -beamten mit neuen, blauen Uniformen auszurüsten, sagte Freiberg: "Ich habe Verständnis dafür, dass der BGS eine neue Uniform erhalten soll. Die bisherige Uniform ist tatsächlich verbesserungsbedürftig. Für die Gewerkschaft der Polizei steht aber nicht die Farbe im Vordergrund, sondern Funktionalität und Tragekomfort. Es ist jedoch sehr bedauerlich, dass immer mehr die Bundeseinheitlichkeit der Polizeien - nun auch im Aussehen - verloren geht." Vorreiter seien die norddeutschen Polizeien, die vor kurzem ankündigten, ihre Beschäftigten mit blauen Uniformen auszurüsten.

Bürgerinnen und Bürger wollen Polizeibeamte auf den ersten Blick erkennen, egal ob sie sich in Köln, Hamburg, Dresden oder auf einem Bahnhof aufhalten.
Freiberg: "Jeder denkt an sich, aber keiner denkt mehr an das Ganze."