Zum Inhalt wechseln

Castor-Einsatz

Trotz wachsenden Gewaltpotenzials schwierigen Atommülltransport gemeistert

Berlin/Gorleben.

„Mit Augenmaß und hohem persönlichen Engagement haben rund 15.000 Polizistinnen und Polizisten aus Bund und Ländern einen der schwierigsten Castor-Transporte der letzten Jahre sicher ans Ziel gebracht. Dafür gebührt ihnen Dank und Anerkennung. Erneut haben sie die hohe Professionalität der deutschen Polizei unter Beweis gestellt“, kommentierte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, am frühen Donnerstagmorgen, als sich die Tore des Zwischenlagers Gorleben hinter den zwölf Castoren schlossen.

Trotz der rückläufigen Demonstrantenzahlen wachse das Potenzial an Gewalt insbesondere durch kleinere Störergruppen, die offenbar zu allem entschlossen seien, so Freiberg weiter. Bewusst habe man auch Leben und Gesundheit Unbeteiligter in Kauf genommen, wie die erzwungene Notbremsung eines ICE bewiesen habe. Auch die tätlichen Angriffe auf eingesetzte Kräfte durch Störergruppen seien ausgesprochen brutal gewesen.

Nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei hat sich die Sicherheitslage rund um die Castor-Transporte alles andere als beruhigt. Freiberg: „Bei den einzelnen Aktionen gehen Störer davon aus, dass Polizistinnen und Polizisten, die aufs Äußerste attackiert werden, als Lebensretter für absurde Aktionen auf den Gleisanlagen fungieren müssen. Freiberg forderte all diejenigen Politiker auf, die sich derzeit mit Plänen um Einkommenskürzungen bei der Polizei beschäftigen, sich selbst einmal in vorderster Front vor militante Atomkraftgegner hinzustellen, sich mit Mist bewerfen zu lassen und dabei die Nerven zu behalten.