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GdP-Tagung “Vereinbarkeit Beruf, Familie und Pflege” 5./6. Juni in Hannover

Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege nimmt bei den Beschäftigten aller Polizeien der Länder und bei der Bundespolizei einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Die Bundesregierung hat dazu vor zwei Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, um mit konkreten Massnahmen eine familienfreundliche Arbeitswelt zu schaffen. Auf dem Familiengipfel im März 2013 hat neben dem [...]

IMG_8153Die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege nimmt bei den Beschäftigten aller Polizeien der Länder und bei der Bundespolizei einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Die Bundesregierung hat dazu vor zwei Jahren ein Projekt ins Leben gerufen, um mit konkreten Massnahmen eine familienfreundliche Arbeitswelt zu schaffen. Auf dem Familiengipfel im März 2013 hat neben dem Bundesfamilienmisterium u.a. auch der DGB beschlossen, das Engagement für eine familienfreundliche Arbeitswelt voranzutreiben.

Die Frauengruppe der GdP hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Thematik und Problematik befasst und nun in Hannover eine bundesweite Fachtagung mit den Gleichstellungsbeauftragten und den Personalräten aus den Ländern und dem Bund durchgeführt. Diese sollen gemeinsam Lösungen zur Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege vorantreiben.

Von der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, nahmen die Vorsitzende der Frauengruppe, Felizitas Miklis, die Gleichstellungsbeauftragte des Bundespolizeipräsidiums, Kollegin Waltraud March, und der Vorsitzende des Bezirkspersonalrates, unser Vorstandsmitglied Martin Schilff, an dieser Tagung in Hannover teil.

IMG_8161Nach der Begrüßung durch den niedersächsischen GdP-Landesvorsitzenden und stellv. GdP-Bundesvorsitzenden Dietmar Schilff, führte Elke Gündner-Ede vom GdP-Bundesvorstand in das Thema ein. Dr. Christina Stockfisch und Frank Meissner stellten anschließend das DGB-Projekt “Vereinbarkeit Beruf und Famile” vor, über das sie bereits auch schon im Bundespolizei-Hauptpersonalrat referiert hatten. Die Gleichstellungsbeauftragte der dortigen Kreispolizeibehörde stellte anschließend gemeinsam mit dem Personaldezernenten das Projekt “Familienbewusste Arbeitszeiten” in Paderborn vor. Der GdP-Kollege Gerd Rippe von der Bremer Koordinierungsstelle für Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf gab Anregungen aus der Praxis für die Praxis, bevor die stellv. GdP-Bundesfrauenvorsitzende Martina Filla die GdP-Boschüre “Best Practise Beispiele” präsentierte, die bei den GdP-Kreisgruppen erhältlich ist.

IMG_8166Der 2. Tag begann mit einem interessanten Vortrag von der Bremer GdP-Frauenvorsitzenden Sigrid Holschen zu “Pflegesensiblen Arbeitszeitgestaltungen”, einem Thema, dem man sich in Zeiten von immer älter werdenden Familienangehörigen dringend widmen muss. Es wurden dabei zahlreiche gute Anregungen für die GdP-Arbeit gegeben: so sollten von den GdP-Kreisgruppen die flächendeckend eingerichteten “Pflegestützpunkte” bei den Kommunen zur Zusammenarbeit genutzt werden, sowie über Projekte wie z.B. “GdP-Beihilfekompetenzteams” wie im Saarland nachgedacht werden. IMG_8156Eine Podiumsdiskussion mit dem stellv. GdP-Bundesvorsitzenden Addi Plickert, Elke Gündner-Ede, KollegInnen, die sich in Elternzeit befinden, der GdP-Frauenvorsitzenden Stefanie Loth und der Gleichstellungsbeauftragten Elisabeth Schulte rundeten die GdP-Fachtagung ab, die bewies, dass eine gute Vernetzung, auch über Landesgrenzen hinweg, von GdP-Gleichstellungsbeauftragten, GdP-Frauenvorständen, GdP-Personalräten und -Vorständen erforderlich ist, um das Thema voranzutreiben.

Vor dem Schlusswort durch die Vorsitzende der GdP-Bundesfrauengruppe, Dagmar Hölzl, wurde auf Anregung von Martin Schilff eine Spendensammlung für die Flutopfer durchgeführt. Dabei kamen in kurzer Zeit über 500 Euro zusammen, die dem DGB-Aufruf “Gewerkschafter helfen!” zur Verfügung gestellt werden.