Zum Inhalt wechseln

Sonderleistungen für Beamte abbauen

Quelle: Kölner Express.

Den Abbau von Sonderleistungen für Beamte forderte ein Interessenvertreter der Polizeibeamten, der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Hermann Lutz. Er will die bisherige Regelung abschaffen, daß Beamte nur privat krankenversichert sind. Auch Polizisten, Lehrern, Justiz- oder Verwaltungsbeamten soll künftig die gesetzliche Krankenkasse offenstehen.

Gegenüber EXPRESS kritisierte Lutz die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis, die den Beamten vorgehalten hatte, sie kämen in den Genuß, als Privatpatienten behandelt zu werden. Lutz. "Vor allem die Ministerpräsidentin von Schleswig-Holstein, Heide Simonis, glänzt entweder durch Unwissenheit oder verbreitet bewußt die Unwahrheit."

Lutz betonte, die Beamten würden auf das "Privileg Privatpatient" verzichten. Der GdP-Vorsitzende: "Frau Simonis hat sich beschwert, daß Beamte bei ärztlichen Behandlungen nicht wie Otto Normalverbraucher mit dem einfachen Satz abgerechnet werden, sondern 3,5 fach so hoch. Das ist eine bodenlose Unverschämtheit, denn nicht die Beamten haben diese Luxus-Verträge mit den Ärzteverbänden gemacht, sondern die öffentlichen Arbeitgeber, also Bund und Länder. Ich fordere deshalb die öffentlichen Arbeitgeber auf, die Abrechnungsverträge zu kündigen und künftig ärztliche Behandlungen nur noch mit dem einfachen Satz zu vergüten. Das wäre eine wirkliche Milliardeneinsparung für die öffentliche Hand und die Beamten, die dann geringere Krankenkassenbeiträge zahlen müßten."