Zum Inhalt wechseln

Vereinbarung zur Angleichung Ost ist "dicke Kröte"

Beschäftigte der Polizei stimmen mit deutlicher Mehrheit für Tarifeinigung

Hilden.

Mit einer deutlichen Mehrheit haben sich die in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisierten Tarifbeschäftigten der Polizei für die Annahme des zwischen den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und den Arbeitgebern des Bundes, der Länder und Kommunen erzielten Verhandlungsergebnisses ausgesprochen.

GdP-Bundesvorsitzender Norbert Spinrath: "Mit 62 v.H. haben sich 37 v.H. mehr als die erforderlichen 25 v.H. der zur Wahl berechtigten und auch teilnehmenden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Polizei entschieden, dem ausgehandelten Kompromiss zuzustimmen."

"Wir haben bei der Angleichung Ost eine dicke Kröte schlucken müssen." Die immer noch schwelende Ungerechtigkeit des ‚Gleiche Arbeit - kein gleicher Lohn' sei wahrlich kein Grund zur Freude. "Die real existierende Tarifmauer zwischen Ost und West wird trotz des längerfristigen Tarifvertrages bei der GdP nicht in Vergessenheit geraten. Keine Sekunde nach Ablauf des Tarifvertrages werden wir die öffentlichen Arbeitgeber zu Verhandlungen über die weitere Angleichung Ost auffordern", sagte Spinrath in Hilden.

Unabhängig vom Ausgang dieser Urabstimmung bereitet sich die Gewerkschaft der Polizei mit ihren rund 190.000 Mitgliedern auf eine weitere Auseinandersetzung mit Bundesinnenminister Otto Schily vor. GdP-Chef Spinrath: "Die Ankündigung des Bundesinnenministers, die Beamten von dem erzielten Tarifergebnis abzukoppeln, spaltet den öffentlichen Dienst und bürdet den Beamten ein weiteres Sonderopfer auf."