Zum Inhalt wechseln

Polizei drohen drastische Kürzungen

Empörung über weitere Sparpläne

Hilden.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) wehrt sich entschieden gegen die Pläne der Landesfinanzminister, der Polizei weitere drastische Kürzungen zumuten zu wollen.Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Hermann Lutz, dazu: "Wer Wasser predigt und Wein trinkt, macht sich unglaubwürdig. Wer so schnell an gute Pensionen kommt und mit Übergangsgeldern den Ausstieg aus dem aktuellen Geschäft vergoldet bekommt wie die Kaste der Politiker, dem kann passieren, daß er den Bezug zur Wirklichkeit verliert. Wie kann es angehen, daß von allen Seiten der Zustand der Inneren Sicherheit bemängelt wird, aber andererseits die Polizei als Opferlamm einer nicht mehr nachvollziehbaren Sparpolitik herhalten soll."

Die am Wochenende bekanntgewordenen weiteren Kürzungspläne im Zulagenbereich wie auch die zur Disposition gestellte Lohnfortzahlung im Krankheitsfall erreichten die Schwelle zur Unerträglichkeit. "Ja soll denn ein Beamter, der bei schlechtem Wetter ein blutverschmiertes Unfallopfer birgt und sich dabei eine Erkältung zuzieht, auch noch dafür bestraft werden. Das Ganze dann auch noch kombiniert mit einer saftigen Kürzung der Weihnachtszuwendung. Wenn wir schon soweit gekommen sind, dann sollen mir die Politiker doch einmal erklären, wie heute noch junge Menschen dafür gewonnen werden sollen, in den Polizeidienst einzutreten!"

Der GdP-Vorsitzende bekräftigte in Hilden seine Empörung über die "Gutsherrnmanier", wie Politiker rücksichtslos an den Realitäten des polizeilichen Berufsalltags vorbeirechneten und so ihr tatsächliches Desinteresse an einer wohlüberlegten Lösung zur Beendigung der Haushaltsmiseren demonstrierten.