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Rechtsextremismus

Anstieg rechter Gewalt ein Ergebnis verfehlter Jugendpolitik

Hilden.

Die Zunahme rechtsextremistischer Gewalttaten ist nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) hauptsächlich ein Ergebnis verfehlter Jugendpolitik. Immer weniger Jugendliche, vor allem in den neuen Bundesländern, so der GdP-Vorsitzende Norbert Spinrath, finden einen Anschluss an die Gesellschaft.

Spinrath: "Die zunehmende Individualisierung, die Auflösung traditioneller Werte und die soziale Ausgrenzung treiben viele Jugendliche in rechte Cliquen. Besonders in den neuen Bundesländern gibt es zu wenig Jugendeinrichtungen und Jugendprojekte. Nur so erklärt sich, dass in den Bundesländern mit dem geringsten Ausländeranteil über die Hälfte der rechtsextremistischen Gewalttaten überwiegend von Skinheads begangen wurden."

Die Gewerkschaft der Polizei appelliert an Schulen, Betriebe und Medien, mehr zur Integration junger Menschen in die Gesellschaft und durch Sensibilisierung zu einem gesellschaftlichen Klima für Toleranz und Demokratie beizutragen. An die Politiker richtet die GdP die Forderung, das im Koalitionsvertrag vereinbarte 'Bündnis für Demokratie und Toleranz' endlich mit Leben zu erfüllen und flächendeckend für eine bessere Jugendpolitik einzutreten.