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5. GdP-Bundesseniorenkonferenz in Dresden:

Privatisierung auf Kosten der älteren Mitbürger

Dresden/Berlin.

Der zunehmende Rückzug des Staates von seinen Aufgaben für die Allgemeinheit und die fortschreitende Privatisierung geht nach Auffassung der Delegierten der am heutigen Montag in Dresden stattfindenden 5. Bundesseniorenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf Kosten vor allem der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Heinz Blatt, Vorsitzender der GdP-Bundessenioren: „Die Schließung von Postämtern und -agenturen und die Ausdünnung der Fahrpläne öffentlicher Verkehrsmittel insbesondere im ländlichen Bereich geht hauptsächlich auf Kosten der Älteren, Behinderten und Kranken. Auch die Unsitte, dass wichtige Informationen, zum Beispiel von Behörden, nur noch auf deren Homepages veröffentlicht werden, ignoriert die Tatsache, dass die ältere Generation nicht flächendeckend im Netz ist. Weil sie nicht mehr berufstätig ist, ist ihnen auch dieser Zugang am Arbeitsplatz verwehrt.“
Die immer weniger werdenden öffentlichen Dienstleistungen, so die Senioren der GdP, würden für ältere Menschen immer unzugänglicher. Je mehr sich der Staat seinen Verpflichtungen der Daseinsfürsorge entzieht, umso weniger können Alte und Schwache am öffentlichen Leben teilhaben. Blatt: „Private Dienstleistungen werden immer teurer oder unerreichbar.“