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GdP: Elektronische Fußfessel für kriminelle Schulschwänzer ist populistische Geisterfahrerei

Berlin.

Als „Pädagogik des Mittelalters“ bezeichnete der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, den Vorschlag des brandenburgischen Innenministers Jörg Schönbohm, kriminelle Schulschwänzer mit elektronischen Fußfesseln zu überwachen. Freiberg: „Kinder müssen auf andere Art an die Schule gebunden werden als mit elektronischen Fußfesseln. Schönbohms Vorschlag ist populistische Geisterfahrerei“. Schönbohm beweise damit seine Hilflosigkeit, die Sicherheit der Bürger Brandenburgs mit angemessenen Mitteln zu gewährleisten.


Noch im Januar dieses Jahrs hatte Innenminister Schönbohm gegenüber der Presse formuliert, dass im Kampf gegen die Jugendkriminalität Schule, Polizei und Sozialarbeit in Brandenburg künftig noch enger kooperieren würden. So hatten erstmals 20 Lehrer, Sozialarbeiter und Polizisten einen entsprechenden Weiterbildungskurs an der Fachhochschule Potsdam absolviert. Wer Kriminalität wirklich bekämpfen wolle, so hatte der Minister, der auch Vorsitzender des Landespräventionsrates ist, gesagt, müsse vor allem auch vorbeugend arbeiten.

Freiberg forderte Innenminister Schönbohm auf, sich seiner ursprünglichen Idee, Jugendkriminalität durch verbesserte Vorbeugung wirkungsvoller Herr zu werden, zu besinnen.
Freiberg: „Auch angesichts kommender Kommunalwahlen ist nicht jeder Unsinn erlaubt.“