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Fußball-Krawalle gegen Polizisten nehmen kein Ende

Am vergangenen Wochenende kam es am Rande von Fußballspielen erneut mehrfach zu Ausschreitungen. Insgesamt wurden mehr als 40 Menschen verletzt, darunter auch zahlreiche unserer Kolleginnen und Kollegen: - Bei der Drittligapartie RB Leipzig gegen Hansa Rostock griffen Rostocker „Fans“ unsere KollegInnen  mit Flaschen und Pyrotechnik an. 22 Polizisten wurden leicht verletzt, 17 von ihnen erlitten […]

Jörg Radek, stellv. Vorsitzender des GdP Bezirks Bundespolizei

Jörg Radek, stellv. Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei

Am vergangenen Wochenende kam es am Rande von Fußballspielen erneut mehrfach zu Ausschreitungen. Insgesamt wurden mehr als 40 Menschen verletzt, darunter auch zahlreiche unserer Kolleginnen und Kollegen:

- Bei der Drittligapartie RB Leipzig gegen Hansa Rostock griffen Rostocker „Fans“ unsere KollegInnen  mit Flaschen und Pyrotechnik an. 22 Polizisten wurden leicht verletzt, 17 von ihnen erlitten ein Knalltrauma. Ca. 200 Hansa-Anhänger versuchten außerdem, das Stadion zu erstürmen und so die Sicherheitskontrollen zu umgehen.
- Bei dem Oberligaspiel SSV Reutlingen gegen Karlsruher SC II kam es zu Ausschreitungen. Durch Randale von ca. 140 Fans wurden vier Personen, darunter ein Polizist, verletzt.
- Ebenfalls in der Oberliga bei der Partie 1. FC Magdeburg gegen den 1. FC Lok Leipzig wurden 11 Polizisten verletzt. Das Spiel musste wegen des Zündens von Feuerwerkskörpern in den Fanblöcken zweimal unterbrochen werden. Polizei und Ordner konnten während des Spiels nur mit konsequentem Einschreiten ein Stürmen des Gästeblocks durch Magdeburger „Fans“ verhindern.
- Auch in der zweiten Liga kam es zu Ausschreitungen: Bei der Partie 1. FC Kaiserslautern gegen Union Berlin wurden mehrere Bundespolizisten verletzt. Auch Bahnmitarbeiter seien angegriffen worden.

„Wir sind es leid, nahezu jede Woche wieder von massiven Gefährdungen und Verletzungen unserer Kolleginnen und Kollegen am Rande von Fußballspielen zu hören. Wenn dann noch ein Vereinspräsident, wie nun bei Union Berlin, die Schuld dafür bei der Polizei sucht, ist das schlicht inakzeptabel. Eine solch laienhafte Kritik am polizeilichen Vorgehen verbiete ich mir. Schließlich ging es hier darum Unbeteiligte zu schützen“, so Jörg Radek, stellvertretender Vorsitzender des GdP-Bezirks Bundespolizei.

„Es handelt sich hier ja nicht um die Masse an friedlichen Fußballfans, sondern um radikalisierte Straftäter, die nicht vor der Gefährdung von Menschenleben zurückschrecken. Daher sind wir uns auch gemeinsam mit der DFL darüber einig, dass ein konsequentes Durchgreifen gefordert ist. Wir müssen die Kontrollen verschärfen und professionellere Sicherheitsdienste zum Einsatz bringen. Für gewaltbereite Anhänger sind Stadionverbote schlicht unumgänglich“, so Radek.

Der GdP-Bezirk Bundespolizei dankt allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen für ihren besonnenen Einsatz Woche für Woche. Ihr leistet hervorragende Arbeit! Gleichzeitig denken wir an alle verletzten Kolleginnen und Kollegen und wünschen Euch gute Besserung und eine baldige Genesung!