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Statistik bestätigt die Forderung der GdP nach Verstärkung von Prävention und Polizeipräsenz

GdP Niedersachsen: Hannover gefährlichste Stadt im Norden

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen bekräftigt angesichts des hohen Kriminalitätsaufkommens im Norden ihre jahrelangen Forderungen, dieser Entwicklung durch den Ausbau von Prävention und Polizeipräsenz entgegenzuwirken. Gerade in dem erschreckenden Anstieg der Wohnungseinbrüche wird diese Notwendigkeit deutlich.

„Eine hohe Aufklärungsquote ist eine Seite der polizeilichen Arbeit. Um einer hohen Kriminalitätsrate entgegenzuwirken, muss das Augenmerk aber auf die Vorbeugung gelegt werden“ bewertet Dietmar Schilff, Landesvorsitzender der GdP, die aktuelle Statistik. Gerade den Wohnungseinbrüchen könne nur durch Prävention in Form von Beratung für den Schutz durch technische Möglichkeiten und durch präsente Polizeibeamte/-innen auf der Straße entgegengewirkt werden. „Der Versuch von Wohnungseinbrüchen muss unattraktiv für die Täter werden, da das Eindringen in die Privatsphäre sich folgenschwer auf das Sicherheitsgefühl der Betroffenen auswirkt“ so Schilff.

Falsch wäre es aber, auf der Grundlage der Statistiken nur punktuell aktiv zu werden. „Die bekannte Forderung der GdP nach mehr Prävention betrifft alle Kriminalitätsbereiche und alle Regionen gleichermaßen“ bekräftigt Schilff und ergänzt „Es genügt nicht, wie in den vergangenen Jahr die Aufklärungsquoten in der öffentlichkeitswirksam als politischen Erfolg darzustellen, sondern es müssen auch Konsequenzen gezogen werden, um die Kriminalitätsrate zu senken.“

Medienberichten zufolge ergibt sich aus der amtlichen bundesweiten Kriminalstatistik, die Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) am Mittwoch vorlegen will, dass drei norddeutsche Städte unter den ersten Zehn auftauchen, in denen die Gewalttaten pro Einwohnerzahl hoch sind. Allen voran die Stadt Hannover, die sich auf Platz 6 dieser Liste wiederfindet. In Niedersachsen hat sich mit dem Anstieg der Wohnungseinbrüche um 24 Prozent die Tendenz der letzten Jahre fortgesetzt und liegt statistisch damit weit über dem Bundesdurchschnitt.