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Zeit ist reif für Veränderungen

Nach positiver Steuerschätzung: GdP Berlin fordert, Geld für den öffentlichen Dienst lockerzumachen

Berlin.

Angesichts sprudelnder Steuereinnahmen erwartet die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vom Berliner Senat, dass Geld in die Hand genommen wird, die marode Infrastruktur in der Stadt wieder in Schwung zu bringen.

„Wenn nicht jetzt, dann wann“, sagte GdP-Landeschefin Kerstin Philipp am Freitag. „Das ist die Gelegenheit, den Beamtinnen und Beamten sowie allen Angestellten Berlins die von ihnen vermisste Wertschätzung zu zeigen. Mein Appell an die Politiker lautet daher: Nutzt diese Chance und macht ‚Butter bei die Fische‘!“

„Eigentlich ist Wertschätzung doch ganz einfach: Lasst die Menschen in Dienstgebäuden arbeiten, wo nicht die Fenster beim Öffnen aus den Angeln fallen, nicht die Heizungen im Winter streiken, nicht die Toiletten stinken oder – bezogen auf die Polizei – nicht die Schießstände in desolatem Zustand sind. Wenn alles hell, freundlich und intakt ist, ist das schon mal ein Grund, Spaß an der Arbeit zu haben und sich und seine Tätigkeit wertgeschätzt zu fühlen.“

Doch natürlich spiele auch die Bezahlung eine wichtige Rolle, so Kerstin Philipp weiter. Daher müssten für die Anpassung der Besoldung der Beamtinnen und Beamten an das Bundesniveau zügig Mittel bereitgestellt werden. „Das haben sie sich verdient! Das vor gut zehn Jahren vom Senat eingeforderte Sparopfer muss vor dem Hintergrund der positiven Entwicklung im Haushalt der Stadt endgültig Geschichte sein. Jetzt gilt es, den einstigen Gebern zurückzugeben und somit das Versprechen von damals zu halten.“

Kerstin Philipp erneuerte ihr Angebot an die Politik, diese bei ihrer Arbeit zu unterstützen. „Ich bin immer gesprächsbereit, wenn es darum geht, Knackpunkte zu beseitigen und gemeinsam konstruktive Vorschläge zur Verbesserung zu erarbeiten. Ein Anruf genügt.“