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ÖTV, GEW, DAG und GdP haben Abstimmungslokale eröffnet

Spinrath: Arbeitgeber sollten mit Arbeitskampf rechnen

Hilden.

Seit dem heutigen Montagmorgen entscheiden rund 26.000 in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) organisierte Tarifbeschäftigte über mögliche Arbeitsniederlegungen im Polizeidienst. Zeitgleich mit den Kolleginnen und Kollegen der ÖTV, GEW und DAG können sie bis Donnerstagnachmittag ihre Stimmen in zahlreichen Abstimmungslokalen in Behörden und Dienststellen abgeben.

Nachdem die in Stuttgart tagenden Großen Tarifkommissionen von Gewerkschaft der Polizei (GdP) und ÖTV nach mehrstündigen Debatten das Arbeitgeberangebot abgelehnt hatten, sei es nun an der Zeit, mit allen gewerkschaftlichen Mitteln eine Verbesserung der Situation der Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu erstreiten.

GdP-Bundesvorsitzender Norbert Spinrath: "Wir konnten nicht hinnehmen, dass für das Tarifgebiet Ost die Einkommen von derzeit 86,5 Prozent lediglich schrittweise bis 2002 auf 90 Prozent des Westniveaus angehoben und dann bis 31. März 2003 eingefroren werden sollten. Eine Verlängerung der Eiszeit zwischen Ost und West durch die ungleiche Behandlung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen wir nicht mit." Die GdP fordert zudem eine Einkommensverbesserung, wie sie vergleichbar in den übrigen Wirtschaftsbereichen abgeschlossen worden ist.

Die Gewerkschaft der Polizei bereitet sich mit ihren rund 190.000 Mitgliedern auf eine weitere Auseinandersetzung mit dem Bundesinnenminister vor. Spinrath: "Die Ankündigung des Bundesinnenministers, die Beamten von der Einkommensentwicklung abzukoppeln, bedeutet für uns eine Kampfansage. Eine Anpassung der Beamtenbesoldung lediglich in Höhe der Inflationsrate kommt für uns nicht in Frage."