Zum Inhalt wechseln

Ausschreitungen beim Nord-Derby: „Wir sind nicht die Eskorte für Gewalttäter“

Drei Verletzte Polizisten, mehrere Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung, 80 Stadionverbote. Das ist nur ein Teil der traurigen Bilanz nach dem Nord-Derby Werder Bremen gegen den Hamburger SV am vergangenen Sonntag. Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass ein Umdenken im Umgang mit gewalttätigen Fußballfans dringend erforderlich […]

Randale_Fussball_400Drei Verletzte Polizisten, mehrere Strafanzeigen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung, 80 Stadionverbote. Das ist nur ein Teil der traurigen Bilanz nach dem Nord-Derby Werder Bremen gegen den Hamburger SV am vergangenen Sonntag.
Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, ist dies ein weiterer Beleg dafür, dass ein Umdenken im Umgang mit gewalttätigen Fußballfans dringend erforderlich ist.

Ziel müsse es sein, „Gewalttourismus“ von vornherein zu unterbinden. Dafür sei es notwendig, die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine gezielte Gewaltpräventionsarbeit zu schaffen. Die Gewerkschaft fordert Sanktionsmaßnahmen für im Zusammenhang mit Sportereignissen abgeurteilte Gewalttäter, wie Beförderungsausschlüsse im Bahnverkehr, Betretungsverbote von Bahnanlagen sowie Meldeauflagen.

„Wir haben eine große Masse an friedlichen Fußballfans, die sich im Umfeld des Stadions und bei der An- und Abreise sicher fühlen möchten. Das müssen und wollen wir als Polizisten gewährleisten. Aber wir sind nicht die Eskorte für Randalierer und Gewalttäter. Diesem speziellen Personenkreis müssen wir mit gezielten Maßnahmen das Handwerk legen. Es gibt keinen Grund, warum es abgeurteilten Gewalttätern erlaubt sein sollte, weiterhin zu Fußballspielen zu fahren. Beförderungsausschluss und Meldeauflagen wären logische Ergänzungen zur Maßnahme des Stadionverbotes“, so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP Bundespolizei.

Für die Polizisten bedeuten diese Einsätze und ihre Begleitumstände, wie das stundenlange Tragen der schweren Körperschutzausstattung und die beengte Situation in den Zügen, eine enorme körperliche und psychische Belastung. „Ein konsequentes Vorgehen gegen Gewalttäter würde die Arbeit der Polizei und auch den Steuerzahler erheblich entlasten“, so Radek.

Pressemeldungen:

Kölner Stadt-Anzeiger: Bundespolizei will Reiseverbot für Gewalttäter

pdf Artikel zum Ausdrucken

FacebookGoogle+TwitterEmail...