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Kampagne "Angleichung Ost"

Falscher Hunderter ist 85 Mark wert

STUTTGART/HILDEN.

Riesige "Falsche Hunderter" werden am heutigen Dienstag über den Landeshauptstädten der neuen Bundesländer schweben. Die "Hunderter" haben einen Wert von 85,-- DM und sollen am Vortag der nächsten Verhandlungsrunde für den Öffentlichen Dienst in Stuttgart der Forderung der Beschäftigten der Polizei nach Angleichung der Ostgehälter Nachdruck verleihen.

In spektakulären Aktionen wird am heutigen Dienstag die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Erfurt, Schwerin, Magdeburg, Potsdam und Dresden Tausende falscher Hunderter unter die Leute bringen. Jeweils ein riesiges Exemplar wird an Autokranen in die Höhe gezogen. Die Aktionen sind Mittelpunkt von Protestdemonstrationen der Gewerkschaft der Polizei.

Hermann Lutz, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei: "Mit diesen Aktionen wollen wir demonstrieren, daß die berechtigte Forderung der Beschäftigen der Polizei nach gleichen Lohn für gleiche Arbeit immer noch unerfüllt ist und von den öffentlichen Arbeitgebern im Zuge der derzeit laufenden Tarifverhandlungen in Stuttgart mit Füßen getreten wird. Für unsere Kolleginnen und Kollegen in den neuen Bundesländern ist der Hunderter, mit dem sie ihre Familien ernähren müssen, im übertragenen Sinne nur 85,-- DM wert. Wir wollen zum Ausdruck bringen, daß wir nicht locker lassen, bis die Angleichung der Löhne und Gehälter für unsere Kolleginnen und Kollegen in den neuen Bundesländern erreicht ist. Unser erklärtes Ziel ist und bleibt eine stufenweise Lohnanpassung bis zum hundertprozentigen Ausgleich!"

Auch am Verhandlungsort selbst wird die GdP am Mittwoch, 4. März, in Stuttgart den Arbeitgebern des öffentlichen Dienstes einen riesigen "Falschen Hunderter" vor die Nase halten.