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6. Bundesseniorenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei:

„Leben gestalten – Senioren übernehmen Verantwortung

Potsdam/Berlin.

Unter dem Motto „ Leben gestalten – Senioren übernehmen Verantwortung“ hat am heutigen Montag, 19. April 2010, die 6. Bundesseniorenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei (GdP). 111 aus dem ganzen Bundesgebiet nach Potsdam angereiste Delegierte werden den politischen Kurs der GdP-Seniorenarbeit für die nächsten vier Jahre bestimmen.




Der scheidende GdP-Bundesseniorenvorsitzende Artur Jung: „Die GdP-Seniorengruppe hat sich in den letzten vier Jahren intensiv für Verbesserungen der Alters- und Gesundheitsversorgung eingesetzt. Zudem haben wir durch das online verfügbare ‚Aktivprogramm für Senioren (APS)‘ den Service für unsere Mitglieder deutlich verbessert.“

Jung versprach den Delegierten, weiterhin mit Hingabe und Engagement für die Belange der GdP-Seniorinnen und Senioren einzutreten. Er scheide zwar als Bundesseniorenvorsitzender aus, verbleibe aber als saarländischer Seniorenvorsitzender im Bundesseniorenvorstand. Er werde sich vor allem für eine bessere Vertretung der Interessen von Seniorinnen und Senioren im DGB einsetzen.




Bernhard Witthaut, stellvertretender GdP-Bundesvorsizender und im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand für die Seniorenpolitik verantwortlich, ließ die letzten vier Jahre des scheidenden Bundesseniorenvorstands Revue passieren.

Der Bundesseniorenvorstand habe nicht nur die GdP-Seniorenarbeit deutlich gestärkt, sondern auch die Gesamtorganisation weiter nach vorn gebracht. Witthaut: "Ihr habt nicht immer 'Ja und Amen' gesagt, ihr habt mit konstruktiver Kritik geholfen, Probleme zu erkennen und Lösungswege zu finden.

Ebenso sei es dem Geschäftsführenden Bundesseniorenvorstand zu verdanken, dass auch eine gemeinsame Linie im Verhältnis der Ost- und West-Kolleginnen und -Kollegen gefunden wurde.


Lange Tagesordnung: Über 40 Anträge stehen zur Beratung und Abstimmung an.


Der GdP-Bundesvorsitzende Konrad Freiberg: „Für die GdP als weitaus größte Arbeitnehmervertretung der Polizei ist es selbstverständlich, dass wir nicht nur sich im aktiven Dienst befindlichen Polizistinnen und Polizisten eine Stimme geben. Was die GdP-Seniorengruppe heute leistet, trägt schon morgen für zukünftige Ruheständler und Versorgungsempfänger Früchte.“

In seiner Rede an die Delegierten ging Freiberg auf die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise ein. Die Banken-Zocker hätten Milliarden auf ihre persönliche Seite gescheffelt, doch als das Finanzsystem in Scherben lag, da musste der Staat eingreifen. Der GdP-Vorsitzende: "Die Frage ist: Wer zahlt die Zeche?" Die Schuldenbremse zwinge Bund und Länder jetzt zum Sparen. Der Leidtragende sei jetzt der öffentliche Dienst und damit auch die Polizei. Was nun aller Orten passieren werde sei klar: Drastische Reduzierungen, der Abbau staatlicher Leistungen und eine Privatisierungswelle. Und am Ende treffe es natürlich auch die Versorgungsempfängerinnen und -empfänger.

Freiberg brandmarkte die zunehmende Gewalt gegenüber Polizistinnen und Polizisten. Die Polizei sei nunmehr Zielscheibe durchaus geplanter Angriffe, die sie stellvertretend für den Staat ertragen müssten. Freiberg: "Wer einen Polizisten angreift, der muss hart bestraft werden." Deshalb fordere die GdP einen Paragraphen 115 StGB, der auch Angriffe auf Beamte , die sich nicht in Vollstreckungssituationen befinden, unter Strafe stellt.

Bernhard Witthaut, stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender und im Geschäftsführenden GdP-Bundesvorstand für die Seniorenpolitik verantwortlich dankt dem scheidenden Geschäftsführenden Bundesseniorenvorstand, Artur Jung (r., Vorsitzender) und Wolfgang Jung ( Stellv. Vorsitzender) für seine erfolgreiche Arbeit. Schriftführer Rainer Blatt war aus Krankheitsgründen verhindert.
Fotos: Michael Zielasko

Neben der Wahl eines komplett neuen Geschäftsführenden GdP-Bundesseniorenvorstandes werden die Delegierten Anträge zur Erhöhung der Sterbegeldbeihilfe, gegen Kürzungen im Versorgungsrecht, zur Änderung der Richtlinien der GdP-Seniorengruppe (Bund), gegen Leistungskürzungen bei der Deutschen Bahn und zu bezahlbaren Pflegeleistungen dominieren die Agenda der zweitägigen Konferenz. Insgesamt über 40 Anträge stehen für die Delegierten, die rund 30.000 in der Gewerkschaft der Polizei organisierte Versorgungsempfängerinnen und -empfänger vertreten, zur Entscheidung an.

Das Hauptreferat zum Tagungsmotto „Leben gestalten – Senioren übernehmen Verantwortung“ wird Pater Pieler von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar halten.