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Amok-Lagen erneut Thema der GdP-Kripo-Experten

Amok-Lagen, die amtliche Leichenbeschau und das Zeugnisverweigerungsrecht beschäftigte die Kollegen des Bundesfachausschusses Kriminalpolizei am 1. und 2. April 2009 in Berlin.
Berlin.

Aufgrund der aktuellen Ereignisse im baden-württembergischen Winnenden standen erneut so genannte Amok-Lagen oder "school shootings" weit oben auf der Tagesordnung des GdP-Bundesfachausschusses "Kriminalpolizei", der am 1. und 2. April 2009 in der Berliner GdP-Geschäftsstelle tagte. Mit Unterstützung des GdP-Waffenexperten Wolfgang Dicke berieten die Kripo-Kollegen Probleme im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Waffen. Erörtert wurden u. a. technische Maßnahmen zu einer besseren Verhütung des Missbrauchs legaler Schusswaffen.

Dringende Handlungsempfehlungen des Fachausschusses an den Geschäftsührenden Bundesvorstand zur Einführung eines "amtlich bestellten Leichenbeschauers" wurden gegeben. Todesursachen müssten so schnell und so sicher wie möglich festgestellt werden, um die Erkennung unnatürlicher Todesursachen zu verbessern.

Auch ein mögliches Zeugnisverweigerungsrecht für von Gesetzes wegen zur Verschwiegenheit verpflichteter Personen wurde intensiv diskutiert.

Der Bundesfachausschuss "Kripo" der Gewerkschaft der Polizei mit dem GdP-Vorsitzenden Konrad Freiberg (6.v.r.). Foto: Michael Zielasko