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Alarmierende Einsatzzeiten: GdP Berlin fordert sofortige und umfangreiche Personalaufstockung

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist erschüttert über die aktuell erreichten Schutzzielzahlen der Berliner Feuerwehr. Nach dem jetzt vorgelegten Feuerwehrbericht für 2013 haben die Einsatzkräfte beim Rettungsdienst im Innenstadtbereich das Acht-Minuten-Ziel nur in 44 Prozent statt der vorgegebenen 75 Prozent aller Fälle erreicht. Die Ergebnisse für die Außenbezirke der Stadt sind noch schlechter. „Der Senat darf den ‚Patienten Feuerwehr‘ nicht sterben lassen! Es müssen sofort Gegenmaßnahmen zur Wiederbelebung eingeleitet werden. Auch wenn es offenbar keiner hören will: Wir brauchen mehr Personal und auch die Ausstattung der Feuerwehr muss an die mit der Stadt wachsenden Bedürfnisse angepasst werden. Das muss finanziert werden, ohne Wenn und Aber!“, sagte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Dienstag.

Der Senat allein trage die Verantwortung, wenn Menschen in Notlagen nicht die schnelle Hilfe bekämen, die ihnen zustehe und die sie über ihre Steuern bezahlten. Ursache dafür sei, dass die Beamtinnen und Beamten der Feuerwehr dies aufgrund fehlender „Manpower“ schlichtweg nicht leisten könnten, obwohl sie sich das mehr als alles andere wünschten. Sie würden sich ein Bein ausreißen, um den Bürgerinnen und Bürgern Berlins zu helfen, doch mehr als arbeiten könnten auch sie nicht. 

„Ich appelliere dringend an den Senat, die Augen nicht länger vor dem zu verschließen, was passieren kann, wenn die Feuerwehr personell weiterhin am Limit arbeiten muss. Das Wohl der Berlinerinnen und Berliner zu gewährleisten, muss für die Politik bei allen Planungen oberstes Gebot sein. Die Einnahmen sprudeln, Tempelhof bleibt, wie es ist – wo liegt also das Problem, endlich Geld für etwas Sinnvolles wie den Schutz und die Sicherheit der Einwohner auszugeben?“, sagte Kerstin Philipp abschließend.