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Blitz-Marathon: GdP NRW fordert Einführung von Section Control

Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert, dass die Polizei bei der Bekämpfung von Rasern in Zukunft auch die Möglichkeit von Section Control nutzen darf. Beim Section Control wird die Durchschnittsgeschwindigkeit der Fahrzeuge auf einem bestimmten Streckenabschnitt gemessen. „Die Erfahrung des Blitz-Marathons zeigt, dass ein höherer Kontrolldruck zu einer nachhaltigen Verringerung der Zahl der Verkehrsunfälle führt, aber die Polizei kann nicht überall, wo es notwendig wäre, blitzen, weil ihr dazu das notwendige Personal fehlt. Diese Lücke könnte durch die Einführung von Section Control geschlossen werden“, sagte im Vorfeld des am Mittwoch startenden dritten Blitz-Marathons der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Arnold Plickert. „Durch Section Control könnte die Polizei Raser auch dort aus dem Verkehr ziehen, wo herkömmliche Blitzer versagen, zum Beispiel in Autobahnbaustellen und in Tunneln.“

Die GdP begründet ihre Forderung nach Nutzung von Section Control auch mit der Entwicklung der Unfallzahlen. In den ersten neun Monaten dieses Jahres sind in NRW 389 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen. „Das sind zwar 78 weniger als im gleichen Zeitraum 2011, aber noch immer gibt es in NRW jede Woche zehn Verkehrstote. Das ist vollkommen inakzeptabel“, sagte Plickert. Die GdP fordert deshalb, dass sich die Landesregierung nachhaltig dafür einsetzt, dass die Bundesregierung die rechtlichen Voraussetzungen für die Nutzung von Section Control schafft.

In den Niederlanden und in Österreich wird Section Control bereits seit längerem mit großem Erfolg von der Polizei genutzt. „Beim Blitz-Marathon ist diesmal auch die niederländische Polizei mit dabei. Aber von Anderen zu lernen, ist keine Einbahnstraße. Es spricht nichts dagegen, dass es bei der Section Control genau andersherum läuft, und wir diese Idee von unseren niederländischen Kolleginnen und Kollegen übernehmen“, sagte Plickert.