Zum Inhalt wechseln

Atommüll erreicht Zwischenlager

GdP: Castor-Transport muss politisches Nachspiel haben

Dannenberg/Berlin.

„Kaum ein Castor-Transport hat in den vergangenen Jahren den eingesetzten rund 20.000 Polizeibeamtinnen und –beamten so viel Kraft gekostet, wie dieser vorläufig letzte Transport. Der Hass und die Gewalt, die meinen Kolleginnen und Kollegen von einzelnen autonomen Gruppen entgegenschlug, waren ohne Beispiel. Es ist bedrückend, dass sich auch Politiker und Bürgerinitiativen nicht eindeutig von dieser Gewalt distanziert haben,“ bilanziert der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, nachdem die Atommüll-Behälter gegen 22.00 Uhr am Montagabend sicher in das Zwischenlager in Gorleben verbracht werden konnten.

Noch auf den letzten Kilometern des Straßentransportes war es zu harten Auseinandersetzungen gekommen. Witthaut: „Die Einsatzkräfte hatten es mit einer international besetzten Anarcho-Szene zu tun, denen das Leben von Polizisten keinen Pfifferling wert ist.“ Er sei bestürzt darüber, so Witthaut, dass sich grüne Politiker, Bürgerinitiativen und friedliche Demonstranten nicht eindeutig von diesen Gewalttätern distanziert hätten. Witthaut: „Dieser Castor-Transport wird ein politisches Nachspiel haben müssen.“

Witthaut dankte allen eingesetzten Polizeikräften, dass sie mit einem Höchstmaß an Professionalität bis zur physischen und psychischen Erschöpfung ihre Aufgabe gemeistert hätten. Witthaut: „Der niedersächsischen Einsatzleitung und Einsatzvorbereitung gebührt ein großes Lob. Trotz widrigster Umstände ist ihnen eine beinahe perfekte Logistik für die Versorgung und Betreuung der Beamtinnen und Beamten gelungen. Die Kritik der Gewerkschaft der Polizei an den Unzulänglichkeiten des Einsatzes vor einem Jahr hat Früchte getragen.“