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Brennpunkt Friedrichshain-Kreuzberg

GdP Berlin: Angriffe auf Polizeifahrzeuge auf konstant hohem Niveau

Berlin.

Im Jahr 2014 wurden 47 Dienstfahrzeuge (2013 waren es 48) der Polizei Berlin an-gegriffen, wie bereits in den Vorjahren vorwiegend mit Steinen und Flaschen. Brennpunkt ist Friedrichshain-Kreuzberg.

Dies geht aus der Beantwortung einer schriftlichen Anfrage des CDU-Abgeordneten und Vorsitzenden des Ausschusses für Inneres, Sicherheit und Ordnung im Berliner Abgeordnetenhaus, Peter Trapp, hervor.

"Diese Angriffe erfolgen zumeist völlig unvorbereitet für die Streifenbeamten. Die Steine und Flaschen durchdringen die Fahrzeugscheiben. Die Verletzungsgefahr ist hoch. Auch durch die unzähligen Splitter der zerberstenden Scheiben", so Kerstin Philipp, Landesbezirksvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

"Es ist den Polizistinnen und Polizisten in dieser Stadt nicht erklärbar, dass die Politik diese Zahlen zur Kenntnis nimmt ohne die Schutzausstattung zu verbessern. Diese hinterhältigen Angriffe sind doch kein neues Phänomen!"

Die GdP-Landesvorsitzende erinnerte daran, dass zuletzt zum Jahreswechsel ein Polizeibeamter durch die Splitter einer Fahrzeugscheibe am Auge schwer verletzt wurde.

"Berlins Polizistinnen und Polizisten haben ein Anrecht darauf zu erfahren, warum die Verwendung von Splitterschutzfolien für Dienstfahrzeuge oder entsprechende Alternativen bislang blockiert wurde," so Philipp abschließend.

Die Gewerkschaft der Polizei setzt sich seit längerer Zeit für eine Untersuchung verschiedener Splitterschutzfolien ein, um den Schutz von Polizistinnen und Polizisten in Dienstfahrzeug deutlich zu verbessern.