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GdP Berlin: Kosten des Einsatzes an Hauptmann-Schule nicht zulasten Polizeihaushalt!

Politisches Hick-Hack ist Ursache des Problems

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert, dass die Kosten für den bisherigen Polizeieinsatz an der Gerhart-Hauptmann-Schule nicht den Haushalt des Polizeipräsidenten belasten dürfen.

„Wer die Kosten für die Amtshilfeunterstützung zahlt, ist mir egal“, sagte GdP-Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp am Mittwoch, „es darf nur niemand denken oder gar erwarten, dass der Polizeipräsident hier in der Pflicht ist! Bei kleineren Amtshilfen ist das zwar gang und gäbe, aber ganz bestimmt nicht bei einem Einsatz in diesem Ausmaß.“

Immer wieder müssten notwendige und dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen bei der Polizei wegen Geldmangels aufgeschoben werden – sei es beispielsweise die Reparatur der maroden Schießstände oder die der zahlreichen Gebäude, so Philipp weiter. Dass hier quasi Stillstand herrsche, sei für die Beamtinnen und Beamten schon schwer zu verdauen. Doch käme jetzt die Kostenübernahme für den sicher sehr, sehr teuren, langen Einsatz in Kreuzberg hinzu, käme das fast einem Aderlass für die Polizei gleich. Das würde nicht nur die weitere Arbeit erschweren, sondern auch die Polizistinnen und Polizisten demoralisieren.

„Die Politik trägt die Verantwortung für das Desaster, dann soll die Politik auch zahlen. So einfach ist das“, fasste GdP-Landesbezirkschefin Philipp die Ansicht der Gewerkschaft zusammen.