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GdP Berlin: Polizeibeamtin im Dienst schwer verletzt - Betroffene Einsatzkräfte erhalten Unterstützung

Berlin.

Nach den Polizeischüssen auf einen Angreifer in Spandau, bei denen der Mann getötet und eine Polizistin schwer verletzt wurden, wünscht die Gewerkschaft der Polizei der Kollegin eine baldige und vollständige Genesung. "Wir alle sind erleichtert, dass unsere Kollegin außer Lebensgefahr ist. Unser Mitgefühl gilt außerdem dem jungen Kollegen, der mit seinem entschlossenen Handeln ihr Leben gerettet und womöglich noch Schlimmeres verhindert hat", sagte die Landesbezirksvorsitzende Kerstin Philipp.

Auch den von den Ereignissen traumatisierten Mitarbeitern des betroffenen Abschnitts wünsche sie eine schnelle Erholung. "Der Personalrat der zuständigen Polizeidirektion 2 war unverzüglich am Tatort und hat mit den dort eingesetzten Kolleginnen und Kollegen gesprochen und seine Hilfe angeboten", sagte Philipp weiter und dankte der gesamten Direktion für ihre Arbeit. "Trotz der Ungewissheit über den Gesundheitszustand der verletzten Kollegin und der enormen psychischen Belastung durch die Geschehnisse haben alle professionell weiter ihre Arbeit gemacht und für die Sicherheit dieser Stadt gesorgt. Dafür gebührt allen Beteiligten mein größter Respekt."

Spekulationen zum Tathergang erteilte Philipp eine klare Absage. Die Chronologie der Ereignisse sowie die internen Abläufe ab der Alarmauslösung der Fußfessel und des Notrufeingangs müssten in Ruhe und ausführlich aufgearbeitet werden. "Jetzt bereits Schlüsse ziehen zu wollen ist unseriös. Die Ermittlungsarbeit der nächsten Tage wird sicher mehr Klarheit bringen und dann können wir anhand der Fakten diskutieren", mahnte sie.

Am Donnerstag hatte ein polizeibekannter Islamist in Spandau eine Polizeibeamtin mit einem Messer angegriffen und an Hals und Schulter verletzt. Ihr Kollege stoppte daraufhin den Angreifer mit mehreren Schüssen, wobei auch die Polizistin getroffen wurde. Sie befindet sich derzeit schwer verletzt im Krankenhaus. Der Angreifer starb noch am Tatort. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.