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GdP-Bezirk BPO: Bundespolizeisportler zu Olympia - mit Fahnenträgerwunsch Pechstein

Berlin.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass 24 Bundespolizistinnen und Bundespolizisten bei den Olympischen Winterspielen in Sotchi starten und hoffentlich mit Spitzenergebnissen wieder zurückkehren werden“, so Jörg Radek (54), Stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei. „Und wir unterstützen auch ausdrücklich die Überlegungen von DOSB-Präsident Hörmann, mit Claudia Pechstein eine Bundespolizistin die deutsche Fahne tragen zu lassen!“. Die spitzensporttreibenden Bundespolizisten starten in Sotchi in acht Disziplinen.

Mit der erfolgreichsten deutschen Winterolympionikin Claudia Pechstein sowie Judith Hesse und Denise Roth werden drei Polizeiuniform tragende Eisschnellläuferinnen an den Start gehen. Die Rennrodler werden mit den Weltmeistern Tobias Arlt, Sascha Benecken, David Möller und den Olympiasiegern Felix Loch und Natalie Geisenberger um einen Platz auf dem Siegerpodest kämpfen. Die Weltmeister Francesco Friedrich, Marko Hübenecker, Cathleen Martini und Anja Schneiderheinze starten im Bob den Medaillen entgegen. Anke Karstens, Amelie Kober und Isabella Laböck im Snowboard sowie Daniel Böhm, Christoph Stephan und Arnd Pfeiffer im Biathlon können ihren bisherigen internationalen Medaillen hoffentlich noch weitere hinzufügen. Auch die skispringenden Polizeikolleginnen und -kollegen Carina Vogt, Ulrike Gräßler und Marinus Kraus werden in Sotchi um olympischen Ruhm kämpfen, genauso wie Hannes Dotzler und Katrin Zeller im Skilanglauf.

Auch zu der Frage, wer für die deutsche Olympiamannschaft die Fahne bei der Eröffnungsfeier tragen soll, äußerte sich der GdP-Vize Radek: „Wir können die Vorschläge und Forderungen der vielen Sportler, Funktionäre und Trainer wie den Olympiasiegern André Lange und Kevin Kuske, IOC-Ehrenmitglied Walther Tröger oder dem Bob-Bundestrainer Christoph Langen und dem Sportler des Jahres Robert Harting nach der Fahnenträgerin Claudia Pechstein nur aus vollem Herzen unterstützen“, so Jörg Radek. „DOSB-Präsident Hörmann hat mit seinen Überlegungen, gerade unsere Polizeikollegin Pechstein in den Kreis der Auszuwählenden einzubeziehen, mehr als Recht. Ihre Benennung wäre ein starkes Zeichen der Würdigung der Spitzensportförderung durch die Bundespolizei, die solche beispielgebenden Erfolgsgeschichten wie die von Claudia Pechstein erst möglich macht. Und sie wäre zugleich ganz im olympischen Sinne ein Signal offen gelebter Fairness wegen erlittenen Unrechts dieser Ausnahmeathletin. Dieses Symbol würde mehr als tausend Worte über die innere Kraft und Moral des deutschen Sports sagen. Herr Hörmann hat die Chance so zu dokumentieren, dass der deutsche Sport auch ungewollte Fehlentwicklungen und daraus resultierende Benachteiligungen gegenüber betroffenen Sportlern mit Fairness im Geiste des Sports ausräumen kann.“ Zudem würde mit einer Fahnenträgerin Pechstein auch das Engagement der Bundespolizei für die Sicherheit der deutschen Sportler in Sotchi gewürdigt.