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GdP Bremen: Senat sendet bei Ausbildungsplanung falsches Signal

Bremen.

Der Senat hat gestern mit dem Beschließen einer Gesetzesvorlage zur Ausbildungsplanung ein völlig falsches Signal ausgesandt und begibt sich damit auf eine sicherheitspolitische Geisterfahrt.

Trotz der dramatischen Kriminalitätsentwicklung wurden für die Polizei die Einstellungszahlen um weit über die Hälfte abgesenkt. Statt für die nächsten drei Jahre 360 Neueinstellungen vorzunehmen, sollen es nach dem Willen des Senats lediglich 150 sein. Dabei verwies man auf die Anhebung der Altersgrenze und die damit verbundenen Synergieeffekte.

Schon heute ist die Polizei in ihren operativen Bereichen hochbelastet und zieht sich aus der Fläche zurück. Da das Personal immer knapper wird, steht rein betriebswirtschaftliches Denken im Vordergrund. Die Folgen sind immer weiter reduzierte Dienstleistungen, zu denen auch die Prävention gehört. Auf der heutigen Innendeputationssitzung konnte man erste Ansätze davon hören. Die Ortsbeiräte dürfen schon jetzt gespannt sein, wie der sukzessive Ausverkauf polizeilicher Leistung weitergeht.

Die Polizei ist nicht mit dem notwendigen Personal ausgestattet. Die Folgen kann man jetzt anhand steigender Kriminalitätszahlen erkennen. Sie wird nach dem Willen des Senats auch zukünftig nicht gestärkt werden. Man will es im Gegenteil beim jetzigen Personalvolumen bei gleichzeitigem Anheben des Altersdurchschnitts belassen.

"2013 werden wir möglicherweise die erste Streifenwagenbesatzung in einem Gesamtalter von 124 Jahren begrüßen dürfen." so Horst Göbel, Landesvorsitzender der GdP.