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GdP Bundespolizei hält Grenzkontrollen für weiterhin notwendig

Berlin.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bezirk Bundespolizei, teilt die Forderung der baden-württembergischen Integrationsministerin Öney nach stärkeren Grenzkontrollen. Bilkay Öney (SPD) hatte in einem Interview mit der Berliner Morgenpost die Grenzen als „zu durchlässig“ beschrieben und nannte Grenzkontrollen eine zwar unpopuläre, aber sinnvolle Forderung.

„Die Analyse von Ministerin Öney ist auch aus unserer Sicht zutreffend. Schön wäre, wenn sie mit ihrer Forderung auch bei den Haushaltspolitikern des Bundes Gehör fände. Der steigende Migrationsdruck ist eine Aufforderung zum Handeln an die Politik und müsste Anlass genug für eine merkliche Personalaufstockung in der Bundespolizei sein“, so Jörg Radek, Vorsitzender der GdP Bundespolizei.

Selbst vonseiten der Behörden spricht man inzwischen von 3.450 fehlenden Stellen in der Bundespolizei. Die GdP spricht sich für ein gesamtstaatliches Konzept Migration aus. Dazu gehört nach ihrer Ansicht auch eine sinnvolle Bekämpfung und Eindämmung illegaler Einreise und des Menschenhandels. „Wir müssen begreifen, dass illegale Migranten nicht Täter, sondern in erster Linie oft selbst Opfer sind. Verwerflich ist der Menschenhandel, nicht die Sehnsucht nach Sicherheit“, so Radek.