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GdP-Hamburg: Ein Präsident auf Abruf!

Hamburg.

Dem Präsidenten der Hochschule der Polizei wurde durch den Hochschulsenat - dem zentralen Gremium der Selbstverwaltung der Hochschule der Polizei - das Vertrauen entzogen. Das ist ein bisher einmaliger Vorgang im Hamburger Hochschulwesen!! Die offenkundig gewordene Unfähigkeit des Hochschulpräsidenten, mit seinem wissenschaftlichen Personal, Studenten und Mitarbeitern in einer fachlich und persönlich konstruktiven und vertrauensvollen Art und Weise umzugehen, führte zu dieser Entscheidung.

Allein der Umstand, dass er sein Amt lediglich durch Beziehungen in einem fragwürdigen „Auswahlverfahren“ erhalten hat, ist bezeichnend. Sein gescheiterter Ausflug als Oberbürgermeisterkandidat nach Bühl (Baden-Württemberg), wo er sich als Opfer des „SPD-Filzes“ in Hamburg darstellte, spricht eine deutliche „Charakter“- Sprache.

Nun hat der übergeordnete, gut informierte Hochschulrat in alter Nibelungentreue entschieden, dem Votum des Hochschulsenates nicht zu folgen. Durch diese Entscheidung wird der HdP zugemutet, einen Präsidenten zu dulden, der aufgrund seiner oben beschriebenen Unzulänglichkeiten zu einer ungeheuren Belastung für Belegschaft und Studenten und damit auch der Gesamtorganisation geworden ist.

Der Hochschulrat hat durch seine Entscheidung die Chance vertan, die Weichen für einen geordneten Neuanfang an der HdP zu stellen. Hier wird offensichtlich auf Zeit gespielt, die man schlicht nicht mehr hat. Das ist ein Affront gegenüber allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie den Studierenden an der HdP!

Die Gewerkschaft der Polizei bezeichnet das Verhalten des Hochschulrates, dem u.a. hochrangige Vertreter der Polizeiführung und der Innenbehörde angehören, als verantwortungslos und als eine die Vernunft verhöhnende Entscheidung.

Mittlerweile ist dies ein Zustand, der leider in der Polizei Hamburg Konjunktur zu haben scheint.