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Gesprächstermine mit der GdP Hamburg sind seitens der Polizeiführung nicht gewünscht. Sieht so ein offener Dialog aus?

GdP-Hamburg: Konstruktiven Dialog gefordert

Hamburg.

Der Polizeipräsident wurde in der Vergangenheit, insbesondere in den vergangenen Tagen stark kritisiert. Herr Jantosch wertet die aufkommende Kritik gegen sich als Angriff gegen die Polizei. Dass Polizeipräsident und oberste Polizeiführer aber nicht „die Polizei“ sind und in Wahrheit Kritik durch die Polizei geäußert wird, wird hierbei selbstreflexionslos übersehen.

Uwe Koßel, Landesvorsitzender der GdP, zeigt sich insgesamt besorgt: „Wenn sich Personen über das Verhalten der Polizeiführung anonym äußern müssen, dann ist dies ein schlechtes Zeichen für die Polizei und spricht für mangelnde Offenheit in der Polizeiführung. In einer modernen und leistungsfähigen Polizei muss Kritik auch angenommen und darf nicht unterdrückt werden. Nur so kann sich Polizeiarbeit verbessern und Veränderungen in der Gesellschaft Rechnung tragen.“

„Wir als Gewerkschaft der Polizei stehen als Sprachrohr aller Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung. Wir wollen den Dialog und Selbstreflexion als einen demokratischen Prozess, der innerhalb der Polizei selbstverständlich sein sollte“, so Koßel weiter. „Wir als Gewerkschaft stehen dafür ein.“

Zwar wurde durch den Polizeipräsidenten angekündigt, dass jederzeit das offene Gespräch werden solle. Auch Polizeisprecher Mirko Streiber äußerte sich im Namen der Polizeiführung in „Der Welt“, dass Äußerung und Dialog über die Gewerkschaften möglich sei.

Herr Jantosch lehnte jedoch auf eine heutige Anfrage der GdP Gespräche ab und steht nicht zur Verfügung.