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GdP M-V: Kein Alkohol in Bus und Bahn

Schwerin.

Ein Vollzugsdefizit befürchtet die GdP M-V in der aktuellen Diskussion um ein Alkholverbot im öffentlichen Nahverkehr. „Die Frage ist: Wer soll das kontrollieren? Die Landespolizei hat dafür kein Personal. Meine Kolleginnen und Kollegen sind schon jetzt am Rande der Belastbarkeit und teilweise darüber hinaus. Ich sehe hier die Verkehrsbetriebe in der Pflicht“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher mit Blick auf die aktuelle Diskussion um ein Alkoholverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Richtiger Schritt

Viele Menschen meiden den öffentlichen Personennahverkehr zu bestimmten Zeiten weil sich unwohl fühlen oder Angst haben. Fakt ist auch: Die meisten Gewalttaten, Sachbeschädigungen und Beleidigungen werden unter den Einfluss von Alkohol begangen. Ein Verbot von Alkohol wäre daher zu begrüßen und könnte ein richtiger Schritt sein, um die Nutzung von Bus und Bahn attraktiver zu machen. Schließlich ist es unangenehm, sich in einem Abteil mit grölenden und aggressiven Betrunken aufhalten zu müssen.

„Am Ende könnten alle von einem Alkoholverbot profitieren: die Fahrgäste durch ein Mehr an Schutz vor Pöbeleien und Gewalttaten, die Verkehrsbetriebe durch mehr zufriedene Fahrgäste und weniger Sachbeschädigung und die Polizei, weil weniger Straftaten im öffentlichen Personennahverkehr zu bearbeiten sind“, so Schumacher abschließend.