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GdP NRW: Erstmals stellt das Land 2.000 Polizisten ein

Düsseldorf.

Bis 2023 werden in NRW jedes Jahr zweitausend Nachwuchspolizisten eingestellt und damit insgesamt noch einmal 640 Beamte mehr als bislang geplant. Das hat nach Informationen der Gewerkschaft der Polizei (GdP) am Dienstag die rot-grüne Landesregierung beschlossen. „Mit den zusätzlichen Einstellungen baut NRW erstmals wieder mehr Personal bei der Polizei auf. Das zeigt, dass der Landesregierung die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger wichtig ist", lobt GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert den Kabinettsbeschluss.

Auch wenn die zusätzlichen Polizisten erst ausgebildet werden müssen, kommt es in den nächsten Jahren zu einer spürbaren Entlastung bei der Polizei. Dazu trägt auch die Einstellung von 350 zusätzlichen Tarifbeschäftigten bei, die die Landesregierung bereits im Frühjahr im Rahmen des 15-Punkte-Programms zur Inneren Sicherheit beschlossen hatte, um die Polizisten kurzfristig zu entlasten. „Das ist ein Gesamtpaket, das es in dieser Form in keinem anderen Bundesländern gibt", erläutert Plickert.

Seit dem Regierungsantritt von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) war die Zahl der Neueinstellungen bei der Polizei in mehreren Schritten von 1.100 auf zuletzt 1.920 Kommissaranwärterinnen und -anwärter gestiegen. Gleichzeitig ist allerdings auch die Zahl der Polizisten, die in Ruhestand gegangen sind, in den letzten Jahren stark gestiegen, so dass die meisten Dienststellen unter dem Strich sogar mit weniger Polizisten auskommen mussten. „Dieser Abwärtstrend wird mit den 2.000 Neueinstellungen erstmals durchbrochen“, freut sich der GdP-Vorsitzende. „Dafür haben wir lange gekämpft.“

Die GdP geht davon aus, dass von den zusätzlichen Polizisten nicht nur die Schwerpunktbehörden mit besonders hoher Kriminalität profitieren werden, die jetzt im Rahmen des 15-Punkt-Programms vorrangig verstärkt werden, sondern alle Polizeibehörden in NRW. „Auch in den anderen Behörden werden wir in den nächsten Jahren wieder mehr und vor allem auch jüngere Polizistinnen und Polizisten bekommen“, sagt Plickert.