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GdP NRW: Gezielte Beobachtung des Darknets ist richtige Antwort auf wachsende Terrorgefahr

Düsseldorf.

Terroristen benutzen oft das nach außen abgeschottete Darknet, um sich Waffen für ihre Anschläge zu besorgen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) unterstützt deshalb ausdrücklich die am Dienstag von der Landesregierung angekündigte Entscheidung, in NRW kurzfristig 175 zusätzliche IT-Spezialisten beim Verfassungsschutz und bei der Polizei einzustellen, die das Darknet durchleuchten sollen. 35 der 175 zusätzlichen Stellen gehen an den Verfassungsschutz, die übrigen 140 Stellen an das LKA und die Polizeibehörden in NRW.

Landesregierung schließt Sicherheitslücke

„NRW hat mit dem vor fünf Jahren gegründeten Kompetenzcentrum Cybercrime einen wichtigen Schritt getan, um Tätern, die ihre Straftaten über das Internet vorbereiten und begehen, auf die Spur zu kommen. Aber um die Aktivitäten von Terrorverdächtigen im Internet aufzuspüren und Anschläge möglichst bereits im Vorfeld zu verhindern, haben wir bei der Polizei bislang deutlich zu wenig IT-Spezialisten. Deshalb ist es gut, dass die Landesregierung diese Sicherheitslücke jetzt schließt“, sagte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert.

Positiv bewertet die GdP zudem, dass die jetzt vorgesehenen 175 zusätzlichen IT-Spezialisten unbefristet eingestellt werden. „Das gibt uns die Chance, gute Fachleute für die Polizei zu gewinnen“, sagte Plickert. Die GdP setzt darauf, dass jetzt auch die Stellen der übrigen 350 Tarifbeschäftigten, die das Land in diesem Jahr im Rahmen des 15-Punkte-Programms zur Stärkung der Inneren Sicherheit bereits zusätzlich eingestellt hat, entfristet werden.