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GdP NRW: Markenwechsel zu BMW muss sich in der Praxis noch bewähren

Düsseldorf.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht in der heute bekannt gegebenen Entscheidung des Innenministeriums, die bestehende Streifenwagenflotte der Polizei in NRW in den kommenden drei Jahren komplett gegen neue Fahrzeuge der Marke BMW auszutauschen, als wichtigen Beitrag zur technischen Modernisierung der Polizei.

Die 1.845 neuen Streifenwagen vom Typ BMW 318d Touring, die das bisherige Standardmodell VW Passat ablösen, werden vom Land geleast. Wichtiger als der Markenwechsel ist aus Sicht der GdP allerdings die Praxistauglichkeit des neuen Streifenwagens. „Auch bei Polizisten haben die verschiedenen Automarkten einen Imagewert, aber viel wichtiger ist, dass die Einsatzfahrzeuge immer auf dem aktuellen technischen Stand sind und auch unter extremen Belastungssituationen zuverlässig reagieren“ sagte der stellvertretende GdP-Landesvorsitzende Rainer Peltz zur heutigen Entscheidung. „Technisch ist der neue Streifenwagen topp. Ob er auch der Dauerbelastung im Polizeialltag gewachsen ist, muss er aber im Praxistest noch beweisen.“

Weil Polizisten in ihren Fahrzeugen zahlreiche Einsatzgegenstände ständig mitführen müssen, und sie weil bei Notfalleinsätzen sehr schnell aus dem Auto aussteigen müssen, gehören die Ladefähigkeit und die Sitzhöhe mit zu den Kriterien, die bei der Auswahl des Fahrzeugtyps berücksichtigt werden müssen. „Aus anderen Bundesländern, die bereits seit längerem Einsatzfahrzeuge von BMW nutzen, gibt es zu deren Praxistauglichkeit sehr positive Rückmeldung. Ob auch diese beiden Kriterien durch die neuen Fahrzeuge erfüllt sind, muss sich aber erst noch zeigen“, sagte Peltz.

Positiv bewertete die GdP zudem, dass in NRW in den kommenden drei Jahren sämtliche Streifenwagen erneuert werden. „Die Gefahr, dass aus Spargründen ein Teil der längst abgenutzten Fahrzeugflotte weiter eingesetzt werden soll, ist damit vom Tisch“, betonte der stellvertretende GdP-Vorsitzende.