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GdP NRW: Weiteres Abwarten würde Handlungsfähigkeit der Polizei gefährden

Düsseldorf.

In NRW gehen immer mehr Polizisten in Ruhestand. Die Gewerkschaft der Polizei NRW (GdP) sieht deshalb die Innere Sicherheit gefährdet. „Bleibt es bei 1.500 Einstellungen verliert die Polizei in den kommenden zehn Jahren noch mal 3700 Beamte. Dies hätte zwangsläufig zur Folge, dass die Polizei in Zukunft massive Probleme haben wird, ihre Aufgaben zu bewältigen.

Dies gilt insbesondere für die Polizei im ländlichen Raum“, warnte GdP-Landesvorsitzender Arnold Plickert in einem heute veröffentlichten Positionspapier seiner Gewerkschaft. Um die Handlungsfähigkeit der Polizei zu sichern, fordert die GdP eine Erhöhung der Einstellungszahlen auf 1.800 Kommissaranwärterinnen und -anwärter.

Weil sich die Ausbildungskapazitäten der Polizei nicht beliebig erhöhen lassen, erwartet die GdP, dass die Politik bereits jetzt auf den absehbaren Polizisten-Mangel reagiert. „Polizisten gibt es nicht von der Stange, sondern sie durchlaufen eine dreijährige Ausbildung, bevor sie für den aktiven Dienst zu Verfügung stehen. Wenn die Politik erst wartet, bis alle Wachen und Kommissariate unterbesetzt sind, ist es längst zu spät“, warnte Plickert vor allen Überlegungen, die Lösung des Problems auf die lange Bank zu schieben. Auch der Verweis auf die vermeintlich leeren öffentlichen Kassen sei kein Argument. „Die Innere Sicherheit ist keine Spielwiese für Haushaltskonsolidierungen“, sagte Plickert.

In ihrem heute veröffentlichten Positionspapier zur Sicherung des Personalbestands der Polizei zeigt die GdP im Detail auf, wie die Ausbildungskapazität bei der Polizei an den wachsenden Bedarf angepasst werden kann, ohne dass der hohe Ausbildungsstandard in NRW gefährdet wird.