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GdP-NRW: Ohne zusätzliche Hundertschaften wird es unerträglich

Düsseldorf.

Am 1. Mai-Wochenende steht die Polizei in NRW im Dauereinsatz. Wegen der Mai-Demonstrationen des DGB, Wahlkampfveranstaltungen der Parteien, dem vorletzten Spieltag der Bundesliga, dem Volksfest „Rhein in Flammen“ und einem Motorradtreffen der Rockergruppe Bandidos, sind nicht nur alle 18 Hundertschaften der Polizei im Einsatz, sondern auch sämtliche Alarmzüge, die aus Polizeibeamten des normalen Wach- und Wechseldienstes gebildet werden. „Unsere Kollegen arbeiten am Limit, mehr geht einfach nicht“, warnt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei Frank Richter angesichts der Überlastung der Polizei. „Die Situation am kommenden Wochenende ist zwar extrem, aber schon längst keine Ausnahme mehr“, erklärte Richter. „Deshalb brauchen wir endlich drei zusätzliche Einsatzhundertschaften, sonst wird die Situation unerträglich.“

Das Arbeitswochenende der Polizei beginnt bereits am Freitag mit Einsätzen bei der Walpurgisnacht in Köln, Düsseldorf und Mettmann, beim May Day in Dortmund und dem Drittliga-Spiel des WSV gegen Jena. Am Samstag ist die Polizei neben dem Schutz der Mai-Demonstrationen des DGB bei vier parallel stattfindenden Spielen der ersten Bundesliga im Einsatz: Borussia Dortmund gegen Wolfsburg, Schalke 04 gegen Werder Bremen, Bayer Leverkusen gegen Herta BSC, 1. FC Köln gegen Freiburg. Hinzu kommen Demonstrationen der Autonomen in Wuppertal, von Pro NRW in Solingen, der Tamilen in Düsseldorf, der „AG Kritische Kulturhauptstadt“ in Dortmund und das Volksfest „Rhein in Flammen“ in Bonn.

Am Sonntag geht es weiter mit den Spielen der 2. Bundesliga, einem Klimadialog in Bonn, einem Motorradtreffen der Rockergruppe Bandidos in Bochum und dem Wahlkampfauftakt von Pro NRW in Minden. Zudem sind am Wochenende vier Einsatzhundertschaften aus NRW in Berlin im Einsatz, um dort größere Auseinandersetzungen bei den 1. Mai-Demonstration linker Gruppen zu verhindern.

„Dass NRW am 1. Mai auch andere Bundesländer unterstützt, ist richtig, weil unsere Kräfte hervorragend geeignet sind, eine Eskalation der Gewalt zu verhindern“, betonte Richter. Trotzdem ist für die GdP inzwischen die Grenze der Belastbarkeit erreicht. „Deshalb brauchen wir die drei weiteren Hundertschaften zusätzlich. Dazu müssen die Einstellungszahlen von 1100 auf 1500 erhöht werden“, fordert der GdP-Landesvorsitzende.