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GdP Niedersachsen: „Gegner nur im Spiel!“

Hannover.

Beim Spiel von Hannover 96 gegen Eintracht Braunschweig werden die Anhänger nicht nur im Stadion und vor den Fernsehgeräten sitzen. Auch unter den Einsatzkräften der Polizei gibt es etliche Fußballbegeisterte. Da diese aber nicht nur aus der Landeshauptstadt stammen, werden genauso Anhänger der Roten wie der Blau-Gelben ihren Dienst während des Derbys verrichten. „Die meisten der Polizistinnen und Polizisten würden die Partie am Freitagabend gewiss lieber selber schauen. Das ist aber aufgrund der Brisanz des Spiels leider nicht möglich“, sagt Landesvorsitzender Dietmar Schilff von der Gewerkschaft der Polizei (GdP) dazu. „Zum Glück sind die friedlich-fröhlichen Fans in der überwältigenden Überzahl, so dass einem Fußballfest eigentlich nichts entgegensteht“, betont er.

Die GdP hat nun dennoch erneut zu Friedfertigkeit rund um Bundesliga-Begegnungen aufgerufen. Einerseits, um die eingesetzten Polizeibeamtinnen und -beamten von Angriffen zu verschonen. Andererseits, damit alle Fans ermutigt werden, ihre Mannschaften friedlich und fair anzufeuern. „Gegner nur im Spiel“ steht auf dem Plakat der GdP und zeigt niedersächsische Aktive der größten Polizei-Interessenvertretung in den Trikots der Eintracht und von 96 sowie des VfL Wolfsburg. Unter anderem auf den Polizei-Dienststellen in Braunschweig und Hannover hängt dieses Motiv nun, das zudem den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius - er unterstützt die Aktion - mit erhobenem Daumen zeigt. „Es soll veranschaulichen, dass unterschiedliche Fußball-Vorlieben ein gutes Miteinander keinesfalls behindern“, meint Schilff.