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GdP-Niedersachsen: Niedersachsen muss bei Polizeihubschraubern nachlegen

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen steht der Kooperation von Niedersachsen und Hamburg bei den Polizeihubschraubern in Teilen skeptisch gegenüber.

Insbesondere die tatsächliche Möglichkeit, die zwei veralteten der insgesamt vier niedersächsischen Helikopter ersetzen zu können, sieht die GdP als nicht gesichert an. „Bisher sind offensichtlich 14 Millionen Euro vorgesehen, um die beiden über 30 Jahre alten Hubschrauber zu ersetzen. Doch wenn Niedersachsen tatsächlich die anvisierten Modelle des Eurocopters kaufen will, reicht das Geld vermutlich nicht aus“, sagt Dietmar Schilff. Nach Informationen der GdP würde einer dieser Hubschrauber bereits rund zehn Millionen Euro kosten, dazu kämen für die Schulung des Personals und die Werftumrüstung zirka zwei Millionen Euro. „Hier muss finanziell dringend nachgelegt werden, um die beiden sehr betagten Polizei-Hubschrauber endlich außer Dienst stellen und zwei moderne Maschinen erwerben zu können“, fordert der GdP-Landesvorsitzende.

„Eine Kooperation der Landespolizeien von Hamburg und Niedersachsen ist im Grunde positiv zu sehen. Aber durch die fehlende Nachtflug-Tauglichkeit und die eingeschränkte Reichweite der Hamburger Hubschrauber kann das Nachbar-Bundesland uns in Niedersachsen nur teilweise helfen“, betont Dietmar Schilff. Wenn zudem weiterhin unterschiedliche Modelle von Helikoptern bei den beiden Landespolizeien verwendet würden, sei auch eine technische Zusammenarbeit schwierig.
„Vor allem aber darf die Kooperation nicht als Vorwand genutzt werden, um künftig Personal zu reduzieren oder den niedersächsischen Hubschrauber-Standort Rastede zu schließen“, mahnt der GdP-Landesvorsitzende.