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GdP Niedersachsen will gleiche Chancen für Frauen bei der Polizei

Hannover.

Zum Internationalen Frauentag am 8. März fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen gleiche Karrierechancen für Polizistinnen. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Polizeiberuf muss nach Überzeugung der GdP verbessert werden, sind sich Landesfrauensprecherin Gitta Schmidt und Landesvorsitzender Dietmar Schilff einig. Dazu gehöre auch wieder die einhundertprozentige Anerkennung von Bereitschaftszeiten.

Der Frauenanteil bei der niedersächsischen Polizei steigt weiter an. Probleme gebe es aber insbesondere bei der Anzahl der weiblichen Führungskräfte. „Das muss sich in Zukunft ändern“, fordern Schmidt und Schilff. Wichtig für die Karrierechancen von Frauen in der Polizei sei vor allem eine verbesserte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, damit sie nach Schwangerschaft und Geburt wieder Anschluss finden können, betont die GdP. Bei Qualifizierungsmaßnahmen und Beförderungen dürfe es keine Nachteile geben, wenn zum Beispiel Kindererziehungszeiten in Anspruch genommen werden.

„Wir brauchen zudem endlich wieder die hundertprozentige Anrechnung von Bereitschaftszeiten für alle. Insbesondere auch für Mütter und Väter ist es eminent wichtig, ihre dienstlich gebundene Zeit im Einsatz wieder in vollem Umfang mit der Familie und den Kindern verbringen zu können“, fordert der GdP-Landesvorsitzende Dietmar Schilff. „In dieser Frage appellieren wir an die neue Landesregierung, ihre Zusage zeitnah umzusetzen, die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg vom 25. Januar 2011 zu akzeptieren“, führt Schilff die Forderung aus. Damals hatte das OVG entschieden, dass Bereitschaftszeiten von Polizistinnen und Polizisten vollständig wieder angerechnet werden müssen. Die alte Landesregierung hatte diese Regelung seit 2005 gekappt, was von der GdP von Anfang an als unsozial kritisiert wurde.