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GdP-Niedersachsen: Bei Gorleben mehr Vernunft statt Mehrbelastung erforderlich

Hannover.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Niedersachsen befürchtet bei zunehmender Einlagerung von Atommüll in Gorleben weitere Auswirkungen für Polizeibeamte und Bevölkerung. Nach Medienberichten vom 5. Oktober solle im dortigen Salzstock eventuell erheblich mehr radioaktiver Abfall eingelagert werden als bisher bekannt.

„Das Festhalten am Castortransport 2011 nach Gorleben ist nach unserer Auffassung falsch“, argumentiert GdP-Landesvorsitzender Dietmar Schilff. „Die Proteste werden angesichts der Berichte über mehr geplanten Atommüll in Gorleben wohl kaum geringer ausfallen, was eine höhere Einsatzbelastung der Kolleginnen und Kollegen mit sich bringt“, sagt der GdP-Landesvorsitzende. Große Sorgen bereiten ihm zudem die weiterhin ungeklärten Strahlenwerte am Zwischenlager, die die Polizeieinsatzkräfte stark verunsicherten.

Neben den Sorgen um gesundheitliche Langzeitwirkungen für jeden einzelnen Betroffenen sorgt sich die GdP aber auch um die Attraktivität des Polizeiberufs. „Mögliche Strahlenbelastungen, extreme Arbeitsverdichtung, steigende Gewaltbereitschaft gegen die Polizei und fehlende Perspektiven im Job tragen nicht gerade dazu bei, ein positives Bild zu zeichnen“, gibt der GdP-Vorsitzende zu bedenken. Hinsichtlich der Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten habe die GdP ein „Attraktivitätsprogramm für die Polizei Niedersachsen“ erarbeitet, das der Öffentlichkeit am 7. Oktober vorgestellt werde, ergänzt Dietmar Schilff.